konfliktkultur

zur tagesaktuellen Nachrichtenübersicht

Autorin: Jutta Mügge
© www.kath.de
Umsetzung: Andreas Dewald, Eckhard Bieger


Begriff anklicken

Kontrakt - Arbeitsvertrag
Konfliktmuster
Rausschmiss als Konfliktklärung
Ziel der Konfliktbearbeitung
Machtkampfphase
Konflikte und Gefühle
Blitzlicht - Stimmungen
Leitung im Konflikt
Vereinbarungen treffen
Der Anfang: Meist konfliktfrei
Handlungsfähig in Konflikten
Regeln für die Konfliktbearbeitung
Startseite

 

 

Konfliktmuster






Konfliktmuster, die in der Machtkampfphase deutlich werden
Weshalb ist es überhaupt notwendig, dass eine Gruppe, ein Team, ein Freundeskreis, eine Partnerschaft sich für die Konfliktsituationen in die sie einmal geraten, absichern? Am Anfang denkt niemand daran, dass einmal eine Zeit kommen wird, in der nicht alles so glatt läuft, in der Ent-Täuschungen stattfinden, in der sich die Realität zeigt, wie sie ist. Für diese Situation braucht es eine verbindliche Vereinbarung, wie damit umgegangen werden soll. Denn wenn die Konflikte auftauchen, reagiert jeder mit seinem durch Erziehung erworbenen Konfliktmuster. Die einen entziehen sich und verweigern die Klärung, lassen den, der etwas zu klären hat, „im Regen“ stehen und mobben hintenherum den Konfliktträger aus der Gruppe. Die anderen prügeln verbal darauf los und verschärfen den Konflikt so, dass sich niemand mehr traut, eine Konfliktklärung anzumelden. Die nächsten gehen in die Verteidigung und Rechtfertigung, d.h. sie setzen den, der sich ärgert ins Unrecht, weil er ja auch irgendwie an dem Konflikt beteiligt ist. Andere nutzen die Gelegenheit, endlich auch mal ihren Ärger los zu werden. d.h. sie nutzen die Energie dessen, der etwas zu klären hat, um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen. Wieder andere treiben ihr Spiel im Untergrund oder sitzen den Konflikt aus und bremsen dadurch die Energien in der Gruppe. Auch gibt es solche, die ständig kritisieren, aber nicht auf die Idee kommen, dass sie ihre Kritik im Gespräch klären müssten. Solche Kritik, die fast immer unterschwellig mit einem Angriff auf eine bestimmte Person verbunden ist, schafft ein angespanntes Klima, in dem wenig Wohlwollen herrscht. Die Treibjagd beginnt auf vielen Ebenen. Die wenigsten Verhaltensweisen, die wir uns in unseren Familien von Klein auf angeeignet haben, tragen zu konstruktiven Lösungen bei. Deshalb braucht eine Gruppe, ein Team, eine Partnerschaft einen Haltepfeiler, einen Orientierungspunkt für Konfliktsituation, damit nicht alle Muster unkontrolliert aufeinander prallen und mehr zerstören als heilen. Dafür dienen die verbindlichen Regeln. Diese Regeln müssen in „Friedenszeiten“ formuliert werden, damit sie in „Krisenzeiten“ verfügbar sind. Dann kann die Energie, die in jedem Konflikt steckt produktiv genutzt werden. Die Konfliktmuster, die die einzelnen mitbringen, werden in Bahnen gelenkt, so dass die einzelnen in die Lage versetzt werden, den Konflikt offen und fair auszuhandeln.
Diese Regeln müssen sich von dem Ziel herleiten, den Konflikt konstruktiv zu bearbeiten und dazu beizutragen, dass es bei der Klärung von Konflikten weder Verlierer noch Gewinner geben darf. Mit der Formulierung einiger Regeln für den Umgang mit Konflikten ist die Basis für eine Konfliktkultur gelegt. Jetzt muss nur noch gewährleistet werden, dass es jemand gibt, der die Konflikte moderieren kann. ( Hinter Konflikten stecken Energien - weiterbildung live Band 4 www.weiterbildung-live.de )

 

© www.kath.de