konfliktkultur

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Autorin: Jutta Mügge
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Umsetzung: Andreas Dewald, Eckhard Bieger


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Blitzlicht - Stimmungen




Das Blitzlicht ermöglicht Orientierung über die Stimmung in der Gruppe
Das Blitzlicht als Stimmungsbild ist eine Form für den Beginn und den Schluss von Sitzungen, Arbeitsgesprächen, Gruppentreffen, in der Partnerschaft den Tag oder die Woche abzuschließen, Transparenz über den Gefühlszustand der einzelnen zu gewinnen. Im Blitzlicht redet jeder nur von sich, seiner Stimmung, seinen Gefühlen. Es ist eine Momentaufnahme der Stimmung der Gruppenmitglieder „jetzt“. Das Blitzlicht nimmt jeden einzelnen in seiner Situation ernst, in dem was er oder sie über sich sagen.
Für den Umgang mit Störungen und Konflikten in Teams, Gruppen und zwischen Paaren ist das Blitzlicht eine Methode, die ermöglicht, dass jeder sich seiner momentanen Gefühle vergewissern kann und sich in dieser Vergewisserung ernst nimmt. Es ist weiter die Gesprächsform, die ermöglicht, dass der Einzelne seinen Ärger zur Klärung anmelden kann. Wir empfehlen das Blitzlicht in die Tagesordnung von Sitzungen und Treffen und die Begegnungen im Freundeskreis sowie zum Tagesabschluss zwischen Paaren als etwas Selbstverständliches zu implementieren. Das erleichtert jedem, sich möglichst schnell von ärgerlichem Ballast zu entlasten, weil es durch die Methode ausdrücklich „erlaubt“ ist.
Beim Blitzlicht ist es jedoch wichtig, dass die Konfliktklärung nicht schon in der Blitzlichtrunde geschieht, sondern erst, wenn alle Beteiligten von sich und ihrer Stimmung etwas gesagt haben. Dann kann die Störung, die im Blitzlicht zur Klärung angemeldet wurde, aufgegriffen und bearbeitet werden.
Zur Bearbeitung der Störung, des Konfliktes brauchen wir Regeln, die uns darin unterstützen, dass sich die Konflikte nicht verschärfen sondern entspannen.

Raum für Stimmungen geben
Damit sich eine Konfliktkultur aufbauen kann, braucht es für den einzelnen Orientierung darüber, wann und wo man im geschützten Raum über das reden kann, was einem nicht passt. Deshalb ist es hilfreich, wenn die Leitung dafür sorgt, dass es Zeiten gibt, in denen die Stimmung der Gruppenmitglieder Thema werden kann. Richtet die Leitung keinen solchen zeitlichen Raum ein, werden die Missstimmungen meist hinten herum formuliert und es entsteht ein Dschungel von Verdächtigungen und Missstimmungen, der schwer zu durchschauen ist.

 

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