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Bist
du es wirklich, … Gott?
Hört
jemand die Stille meiner Gedanken, wenn sie nur langsam und leise
Schritt für Schritt fließen? Bin ich wirklich
allein, wenn ich mich von jedem Wort und Blick verberge, weil ich
genervt oder voll Wut bin? Bin ich allein, wenn sie mich ausgestoßen
haben?
Bin ich eigentlich einsam, wenn ich mich einsam unter sechs
Milliarden menschlichen Wesen fühle?
Oder habe ich heute nur schlechte Laune und morgen kommt ein Hahn,
der mich in einen neuen, besseren Tag „weckt“?
Doch, heute ist heute...
... ich verberge mich, möchte jedoch gefunden sein.
Ich möchte
kein Wort sagen, aber ich sehne mich, daß mir jemand zuhört.
Ich möchte auch alleine unter den Leute sein, aber mich nicht
einsam fühlen müssen.
Könnte mich jemand hören, meine Gefühle verstehen?
Ist es nur mein Inneres, mein Ego und mein Verstand, oder gibt
es auch jemand außerhalb von mir, der spürt, wie es
mir geht, wie ich wirklich bin?
Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit
all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge –
du, Herr, kennst es bereits. ...
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen….
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster,
die Nacht würde leuchten wie der Tag,
die Finsternis wäre wie Licht.
Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
(Psalm 139, 1-4; 7-8; 12-13)
Bist Du es wirklich, Gott?
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