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Meistens bewege ich
mich nicht im Gebet. Aber Paulus sagt: Der Geist bewegt mich
im Beten. Was heißt die Bewegung im Geist? Es klingt zwar
anziehend und ein wenig geheimnisvoll, ich verstehe es nicht
konkret, weil ich mich meistens beim Beten nicht bewege.
Es ist ein interessantes Bild. Ist es wohl wie bei dem Wettläufer: Das Laufen
bedeutet für ihn „eine Bewegung in der Luft auf seiner Laufstrecke“?

Jesus antwortete:
Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser
und Geist geboren
wird, kann er nicht in das Reich Gottes
kommen. ... Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen,
weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So
ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.
(Johannesevangelium 3, 5; 8)
Wie könnte ich aus dem Geist geboren werden? Ich bin, von
Dir Gott, geschaffen und Jesus hat uns nach seiner Auferstehung
den Heiligen Geist geschickt. Heißt es wohl, dass ich den
Heiligen Geist empfangen sollte?
Wenn Du, Heiliger Geist Bewegung bist, weil Du wie der Wind wirkst,
so soll mein inneres Leben geistlich werden. Mein Gebet muss in
Bewegung sein, in der Bewegung des Geistes. Wenn Du bewegst, muss
ich mich auch bewegen, sonst könnte ich mich verlieren oder
irgendwo stecken bleiben.
Sobald sich
aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle
entfernt. Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn
wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht
die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes
Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist
des Herrn.
(2. Brief an die Korinther 3, 16-18)
Wenn ich mich dem Herrn zuwende, werde ich die Herrlichkeit Gottes
widerspiegeln, und der Geist des Herrn wird mich verwandeln...
Ja, ich spüre, diese Verwandlung ist eine Bewegung, eine Bewegung
im Geist.
Als ich ein
Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und
urteilte wie
ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich
ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und
sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht
zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich
durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt
worden bin.
(1. Korintherbrief 13, 11-12)

Ich möchte erwachsen werden und von Dir gewandelt sein. Ich
weiß, dass ich nur unvollkommen erkenne, deshalb möchte
ich Dich, Heiliger Geist empfangen, Dich in meinem Leben spüren,
mich in Dir und durch Dich bewegen.
Text: Marta
Franeková
© Fotos:
Marta Franeková
© www.kath.de
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