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Den Kardinalpriestern werden heute römische Titelkirchen (titulus ecclesiae) zugewiesen,
um ihre enge Zusammenarbeit mit dem Papst in der Leitung der Kirche zum Ausdruck zu bringen. Schon im 1. Jh. waren die Kirche von
Rom in sieben Regionen eingeteilt (unter Papst Clemens v. Rom) und in Titelkirchen untergliedert, als Filialen der vom Papst geleiteten
Kirche von Rom mit der Zentralverwaltung im Lateran. (seit dem 4. Jh.). Vorläufer der Pfarreien. Presbyter, die eine Titelkirche
leiteten hatten einen hervorgehobenen Rang als presbyteri cardinales (s. Kardinal). Mit der Zahl der vom Papst ernannten Kardinalpriester
nahm auch deren Titelkirchen zu. (z..B. für Kardinal Lehmann die Pfarrkirche „S. Leone I.” im Osten Roms)
Mit der Ernennung zum Kardinal wird jeder Purpurträger aus der historischen Begründung des
Amtes symbolisch Pfarrer in Rom, mit eigener Gemeinde und Diakonie, auch wenn ein örtlicher Pfarrer die laufende Seelsorge übernimmt
und der zuständige
Kardinal eher als eine Art Schirmherr fungiert. Entsprechend wird dem neuen Kardinal eine Titelkirche zugewiesen. Es gibt sehr traditionsreiche,
wie die alten Basiliken Santa
Sabina auf dem Aventin-Hügel (der slowakische Kurienkardinal Josef Tomko) oder Santa Maria in Trastevere (die älteste
der bedeutenden Marienkirchen Roms, wo der polnische Primas Jozef Glemp titularisch residiert) und Sant Andrea della Valle (Titelkirche
für den verstorbenen Kölner Kardinal Josef Höffner, die Grablege der „deutschen“ Piccolomini-Päpste Pius II. und Pius III. Santa
Pudenzia „gehört“ dem Kölner Kardinal Joachim Meisner. die Rundkirche Santo Stefano Rotondo, die eng mit dem deutschen
Priesterkolleg Collegium Germanicum verbunden ist, dem Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter. |
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