| Gründer ist der Sage nach Romulus . Er und sein Zwillings-Bruder Remus stammen vom Kriegsgott
Mars und der schönen Tochter des Königs Numitor, der von Amulius, einem Verwandten, um den Thron betrogen wurde. Numitor wollte die
beiden Kinder im Tiber ertränken, aber sie wurden von einer Wölfin gerettet, die sie aufzog. Die beiden Brüder töten später den Amulius
und bringen ihren Vater auf den römischen Thron. Dann wollten sie eine Stadt an der Stätte ihrer Errettung errichten. Im Streit erschlägt
Romulus seinen Bruder Remus. (Die Wölfin wird zum Wahrzeichen Roms, wie sie die beiden Knaben säugt)
Die historischen Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln. Älteste Siedlungsspuren am Tiber zu Füssen der Sieben Hügel
sind Grabstätten der Latiner aus dem 8. Jh. v. Chr. Varro, ein Zeitgenosse Cäsars legt das Gründungsdatum
der Stadt auf das Jahr 753 v. Chr. fest. Die Etrusker, aus Kleinasien nach Mittelitalien kommend, prägen die Frühgeschichte Roms.
Um 510 v. Chr. werden die Etrusker von den Latinern verjagt. (Letzter König Tarquinius Superbus). Sie errichten
eine Republik mit zwei gewählten Konsuln an der Spitze.
Im Herbst 476 endet für Ravenna die Funktion der Hauptstadt des weströmischen Reiches
klassischer Prägung.(Konstantinopel für Ostrom). Nach Putsch der germanischen Söldner riefen diese ihren Oberbefehlshaber
Odoaker zum König von Italien aus. Letzter weströmischer Herrscher Orestes wird in Picenza ermordet. Ende des römischen Imperiums.
Die weströmische Kaisertradition setzt sich allerdings fort mit der Krönung des Frankenkönigs Karl (Karl d.Gr.) durch Papst Leo III.
am Weihnachtstag 800 im Petersdom. Seit dem 11. Jh. hiess das deutsche Reich „römisches Reich“, seit dem 15.Jh. „Heilige Römisches
Reich Deutscher Nation“. Die römische Kaisertradition erlischt erst 1806 mit Franz von Österreich, der unter Druck Napoleons auf
die Kaiserkrone verzichtet.
Die östliche Hälfte des seit 395 n.Chr. zweigeteilten Reiches bestand bis zur Eroberung Konstantinopels durch die
Türken im Jahr 1453 fort. |