| Vorrang. Ehrenprimat als Vorsitz unter Gleichen (primus inter pares unter den Patriarchaten
der katholischen Kirche); Jurisdiktionsprimat. Er bildet die Voraussetzung für die Aussage
über die Unfehlbarkeit des römischen Pontifex (beide Dogmen vom 1. Vatikanum festgelegt).
Erster Hinweis: Papst Klemens (90-99) greift in seinem Brief an die Korinther kraft seiner Autorität als Bischof
von Rom in die dortigen religiösen Wirren ein (vgl. Wilhelm Hünermann: Geschichte des Gottes Reiches. Band 1, Das Purpurne Segel.Luzern
1956)
Die Lehre von der päpstlichen Gewalt unterscheidet Weihegewalt und Rechtsgewalt. In der Weihegewalt (Sakramentenspendung)
jedem Bischof gleichgestellt, in der Rechtsgewalt Bischof der Universalkirche. Verbunden damit die höchste Lehrgewalt (suprema quoque
magisterii potestas). Diese Lehrgewalt ist, ex cathedra, unfehlbar, „kraft seiner höchsten apostolischen Autorität“. (für die Kirchen
der Reformation eine Kernfrage der Glaubensspaltung).
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