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Von 110 Kardinälen gewählt 18 Tage nach dem unerwarteten Tod von Johannes Paul I. Der Erzbischof von Krakau, Karol Wojyla
war damals 58 Jahre alt, er wurde am 16. Oktober gewählt, dem Fest der hl. Hedwig, der Patronin Schlesiens. Der weisse Rauch
stieg um 18.18 aus dem Schornsteinder Sixtina. Wie sein Vorgänger langjähriger Diözesanbischof und seit 455 Jahren
der erste Nichtitaliener. (vgl. deutsche und deutschsprachige Päpste, Hadrian VI. von Utrecht, 1521-22).
Zu seiner Wahl verlautete später: Entscheidend war die Mittagspause am Tag seiner Wahl;vormittags dominierte noch ein anderer
Kandidat, am Nachmittag kam der Erzbischof von Krakau zum Zuge. Angeblich bekam er schon im 7. Wahlgang die erforderliche Stimmenmehrheit,
soll aber darum gebete n haben, die Wahl zu wiederholen. (schreibt sein Biograph Malinski).
Entscheidend waren die Gespräche im Aufenthaltsraum neben dem Speisesaal, wo man den Aperitif und später den Kaffee
servierte.(Kardinala Ciappi, vgl. 30Tage Mai 92). Es herrschte heitere Stimmung und der einzige äussere Einfluss war nur der
des Geistes – des Weines. Wojtyla war ja kein Unbekannter, weitgereist, erfahren im Ost-West-Gefüge. Nach seinem Wahlsieg
(d.h. nach Annahme der Wahl, Einkleidung, Gehorsamserklärung der Kandiäne und dem ersten Segen „urbi et orbi“ von
der Benediktionsloggia bat der Wojtyla-Papst zu einem kleinen Empfang in Borgia-Saal und liess Champagner servieren, auch den Ordensfrauen
bot er ein Glas an.
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