| Das Zeichen der gekreuzten Schlüssel mit der Tiara. Symbol der zeitlichen und geistlichen Ordnung
des Papstamtes. Etwa ab dem Jahr 1000 übernimmt die Kirche den Petrusschlüssle als ihr Symbol. Innonzenz IV. schenkt im Jahr 1204
dem Bulgarenzar Kalojan die Fahne mit den Schlüsseln. Die Söldner, die 1228 die Kirche gegen den Stauferkaiser Friedrich II. verteidigten,
hiessen „clavesegnati“ (Schlüsselträger, auf ihren Uniformen und Fahnen)
Mit dem Schlüssel wird der hl. Petrus von altersher dargestellt, entsprechend den „Schlüsseln des Himmelreiches“,
die ihm von Jesus gegeben wurden. Die Päpste begannen im Mittelalter kleine Goldschlüssel mit Feilspänen von den „Ketten des Petrus“ (die
in der Kirche S. Pietro in Vincoli aufbewahrt werden) an Bischöfe, Herrschen und Fürsten zu senden. (z.B. Leo III (795-816) an
Karl d.Gr. In der Folgezeit erhalten auch Städte, Institutionen und Körperschaften unter dem Schutz des Papstes das Schlüsselzeichen,
sowie die päpstlichen Münzen (erstmals 1303 nach der Wahl von Benedikt XI.)
Er folgt dem von ihm hochverehrten Bonifaz VIII. der das erste Heilige Jahr ausgerufen hat.
Der alte Bonifaz (86 Jahre alt), hatte sich in der berüchtigten Nacht des 6. September 1303 in Anagni den Angreifern
Nogarets entgegengestellt in päpstlichen Gewändern, die Tiara auf dem Haupt und den Petrusschlüssel in der Hand. Deshalb wird
Bonifaz VIII. als erster Papst mit dem Schlüssel dargestellt. Nikolaus V. (1447-1455), aus adeliger Familie, verzichtete auf sein
Hausemblem sondern übernahm die Schlüssel in seinen Wappenschild.
Im Mittelalter übernimmt die Apostolische Kammer in der Zeit der Sedisvakanz die Schlüssel als Zeichen der Autorität,
gekreuzte Schlüssel unter dem gelb und rot gestreiften Baldachin.
(ähnlich auch in den Wappenschilden der kleinen päpstlichen Basiliken überall in der Welt (vgl. Basilica minor). |