| Pius XI. löst die „Römische Frage“ in den sogenannten Lateranverträgen zwischen Heiligem Stuhl und Italien, das
nach dem Verlust des Kirchenstaates 1870 verbliebene Hoheitsgebiet betreffend. Mit den Verträgen wird als Ausgleich für den Verlust
des Kirchenstaates der moderne souveräne „Staat der Vatikanstadt“ in seiner jetzigen Form geschaffen.
Der Stadtstaat umfasst das von den vatikanischen Mauern eingeschlossene Gebiet mit Petersdom und Petersplatz, Apostolischem
Palast, Vatikanischen Museen, Audienzhalle u.a.
Gebäude, sowie die Basiliken San Giovanni in Laterano mit dem Lateranpalast, Santa Maria Maggiore
und San Paolo fuori le Mura, ferner die Sommerresidenz Castel Gandolfo.
Die Lateranverträge erst sichern dem Hl. Stuhl die volle Souveränität mit eigenem Hoheitsgebiet. Der Vatikanstaat
bleibt de facto eine Art absoluter Monarchie.
Die Verträge wurden am 11. Februar 1929 im Lateranpalast von Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri und dem faschistischen
Diktator Benito Mussolini unterzeichnet. Der Katholizismus wird Staatsreligion, Religion wird Pflichtfach, Steuerprivilegien. Anerkennung
des italienischen Staates durch Vatikan. 1984 Korrekturen: Abschaffung des Privilegs der Staatsreligion, automatische Anerkennung
der kirchlichen Eheschliessung.
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