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Vom griech. Wort kyriakon oder kyriake (das dem Herrn gehörige Haus). Umgangssprachlich
sowohl das Gebäude wie auch die Versammlung zum Gottesdienst.
Die Kirche selbst bezeichnet sich als ekklesia/ecclesia, ebenfalls dem Griechischen entlehnt. ; lateinisch:
ecclesia – die Schar der Herausgerufenen; deutsch: Gemeinden bestehend aus Klerus – Papst, Bischöfe, Priester und Laien). Organisatorisch
gegliedert in die lokale Einzelkirche wie in die universale Gesamtkirche. Der Glaubenskern aber liegt in jenem Geheimnis, in dem
Christus in die Mitte des „von Gott gerufenen neuen Volkes“ (Zweites Vatikanisches Konzil) tritt.
Im alten Griechenland war die durch den Herold aufgebotene Volksversammlung der Bürger einer freien Polis gemeint,
später jede Menschenansammlung. Die griechische Übersetzung des Alten Testaments setzte den Begriff ekklesia an die Stelle
des hebräischen qahal als Bezeichnung für Israel, das von Gott berufene und Gott geweihte Volk, das Aufgebot Gottes. Das
Neue Testament übernahm diesen Begriff auch für das „neue Gottesvolk“, als das sich dement-sprechend die Christenheit in der heilsgeschichtlichen
Verwandschaft zum Volk Israel versteht. Ekklesia ist die Ortskirche, die Universalkirche, aber auch die Hauskirche, im NT immer die
Kirche Gottes.
Der Begriff „Katholische Kirche“ findet sich erstmals bei Ignatius von Antiochien (gest. um 110) . Im christlichen
Sprachgebrauch steht „katholisch“ für „allgemein“, „universal“; aber auch um den Anspruch der wahren Kirche zu bezeichnen im Unterschied
zu den häretischen und schismatischen Gemeinschaften. Katholisch als Eigenschaftsbezeichnung und Erken-nungsmal ist in das Glaubensbekenntnis
des Konzils von Konstantinopel (381) aufgenommen, welches bis heute alle christlichen Kirchen verbindet. Zu einer Konfessionsbezeichnung
wurde der Begriff erst nach der Reformation. Im Zeichen der ökumenischen Annäherung wird dieser Anspruch nicht mehr einseitig exklusiv
vertreten, aber auch nicht aufgegeben.
Zur Katholischen Kirche römischer Jurisdiktion zählen über eine Milliarde (2002: 1,05 Milliarden) Gläubige, das
sind 17, 3 Prozent der Weltbevölkerung. Rund die Hälfte (49,4 Prozent) lebt in Nord-, Mittel- und Südamerika, 26,7 Prozent in Europa,
in Afrika sind es 12,4 Prozent, in Asien 10,7 Prozent, Ozeanien 0,8 Prozent
Insgesamt bilden die Christen mit 31 Prozent der Menschheit die grösste Religionsgemein-schaft mit 1,9 Milliarden
Gläubigen, in 33.820 verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften.
Gefolgt vom Islam mit 1,2 Milliarden Anhängern, dem Hinduismus mit rund 811 Mio. Menschen, dem Buddhismus mit 360
Mio, Sikhs 23 Mio und Juden 14 Mio. Rund 768 Mio Menschen gehören keiner bestimmten Religion an.
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