| Von griech. Kata Kymbas - „An der Talmulde“, wo die Via Appia verlief. Dort befindet
sich eine antike Begräbnisstätte. In das Erdreich getriebene, oft mehrer Stockwerke tiefe Gänge mit Grabnischen. In Rom sind über
60 Katakomben bekannt. Rund 150 bis 170 km freigelegte Gänge mit rund 750.000 Gräbern. (z.B. Kalixtus-Katakombe – Catacombe di San
Callisto - ca. 20 km langes Gangsystem, mit rund 500.000 Gräbern).
Grablegen frühchristlicher Märtyrer (3. bis 5. Jh.), Opfer der Religionsverfolgungen unter den heidnischen Kaisern.
Aber keine Zufluchtsstätten für verfolgte Christen.
Der Friedhof an der Via Appia gilt als die Ur-Katakombe, über der sich die Basilika der Apostel Petrus und Paulus
aus dem 4. Jh. erhebt und später den Namen S. Sebastiano erhielt. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass sich hier
die ursprüngliche Begräbnisstätte des Petrus befand, die in der späteren Deutung auch mit Paulus und damit zu einer gemeinsamen Verehrung
der Apostelfürsten in Verbindung gebracht wurde. Möglich scheint auch, dass die Gebeine des Petrus vor dem Zugriff der römischen
Behörden in die geheimen Katakombengräber verbracht und später wieder in eine der Grabkammern am Abhang des vatikanischen Hügels
unter dem heutigen Petersdom rückverlegt wurden.
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