| Der rote Pontifikalhut galerus hat je 15 roten Quasten auf beiden Seiten. (Heute
nur noch im Wappen am Dom und über der Kathedra und in Amtsräumen sowie auf dem Sarg eines verstorbenen Kardinals). 1245 erstmals
Weltgeistlichen von Innozenz IV. verliehen. Seit Gregor XIV. auch Ordensgeistliche, wobei immer vier den Bettelorden entstammen
müssen. Sie tragen aber zum Ordenskleid nur das rote Pileolus. (pileus – der Hut), die Miniatiurform des Galero.Ein Hut ist
seit altersher Zeichen des Adels und der Freien. Man nannte sie im Mittelalter „pileati“. Im Hochmittelalter Streit zwischen Papst-
und Kaisertum. Innozenz IV. flieht vor Friedrich II. nach Lyon. 1245 (Weihnachten) setzt der Papst 13 neuernannten Kardinälen erstmals
einen roten Seidenhut auf. Der erste Kardinal ist Peter von Colmien.
Zunächst nur für Weltgeistliche. Ab 1591 (Papst Gregor XIV. ) auch an Ordensgeistliche.
Diese erhalten einen schwarzen Galero mit goldverziertem roten Band.
Den roten Pontifikalhut nannte Stefan Andres (begraben auf dem Friedhof Campo Santo Teutonico) die „rote Sonne“ (in
der El-Greco-Novelle). Ersetzt durch das rote Birett. (Andres nennt es „Windrose“). Stammt aus der Zeit Pauls II.
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