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Von lat.: Auszeichnungen. Äussere Zeichen der geistlichen Würde eines kirchlichen
Amtsinhabers. In früher Zeit waren liturgische Gewänder unbekannt. Priester trugen ihre Alltagskleidung. In Rom die Tunika,
ein langes weisses Unterkleid (später Alba), die Pänula, ein ärmelloses Oberkleid (allgemein von brauner oder violetter
Farbe – später Messgewand, Kasel), später dazu die Stola (Priester und Dikakone tragen, wie der Bischof, die Stola,
einen
schmalen über die Schultern fallenden Schal, häufig mit Ornamenten geschmückt) Hinzu kam vor der Liturgiereform das
Manipel (ein Schweisstuch, am Handgelenk getragen).
Bei Bischöfen (also auch dem Papst als Bischof von Rom, heissen die den liturgischen Stand kennzeichnenden Abzeichen Pontifikalien:
z.B. Thron, Pileolus (Scheitelkäppchen, bei Bischöfen violett, bei Kardinälen scharlachrot, beim Papst weiß),
Mitra (spitz zulaufende Kopfbedeckung), Annulus pontificalis, (Fischerring, erstmals 1265 in einem Brief von Clemens IV. erwähnt. Vom Papst
als Siegel benutzt. Zeigt das Bild des Petrus im Fischerboot sowie den Namenszug des Papstes. Gekrümmter Bischofsstab (für den Papst gerader Hirtenstab, die „ferula“) und
Brustkreuz („pectorale“).
Als bischöfliche Insignien bezeichnete bereits die Synode von Toledo (633) Ring und Stab.
Der Erzbischof (also auch der Papst) trägt zusätzlich während der feierlichen Pontifikalmesse das Pallium. (ein
um Hals und Schulter gelegtes weisses Band aus der Wolle von Lämmern, mit schwarzen – früher roten - Kreuzen geziert,
vorn und hinten verlängert. Es hat vor der Verleihung auf dem Grab des Petrus gelegen, also eine „Berührungsreliquie“.
Symbol für das Hirtenamt von Papst und Bischöfen). Zunächst von den Bischöfen des Orients getragen und später
vom Westen übernommen, vom Papst den Metropoliten und Erzbischöfen verliehen.
Der Papst trägt einen roten Mantel und einen roten Hut. Die Bischofsmitra ist erst sei dem 12. Jahrhundert bekannt, die Papst-Tiara
in der ursprünglichen Form (weisse, helmartige Kegelmütze in Konus-Form schon seit dem 7./8. Jahrhundert. Tiara und Mitra,
gehen, nach unterschiedlicher wissenschaftlicher Auffassung auf das alttestamentliche camelaucum zurück. Kopfbedeckung der
alttestamentlichen Priesterschaft, der Könige, Kaiser, des Klerus und der Mönche, der Krieger und Gelehrten zurück.
Vermutlich schon im 4. Jh. von Kaiser Konstantin dem Grossen den Bischöfen verliehen. Erwähnung findet das camelaucum
als Kopfbedeckung des syrischen Papstes Konstantin I. (708-715) Zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert kommt ein edelsteinbesetzter
Kronreif hinzu. Die dreifache Krone existiert erst seit dem 14. Jh. (vgl. Bernhard Sirch: Der Ursprung der bischöflichen Mitra
und päpstlichen Tiara. EOS Verlag der Erzabtei St. Ottilien, 1975.)
Die Tiara, die dreifache Krone, ist ein ausserliturgisches Symbol einstiger weltlicher Macht.
Am 13. 11. 64 legt Paul VI. die Tiara ab und “schenkt sie den Armen der Welt.” (von dem New Yorker Kardinal Francis
Spellman für die amerikanischen Katholiken ersteigert. Der Erlös geht Menschen in Not zu. Die Tiara wird in der Kathedrale
in Washington aufbewahrt).
1965, zum Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, kehrt Paul VI. zum Kreuzstab zurück, den gerade gestellten Hirtenstab,
(Ferula) anstelle des bischöflichen Krummstabes. Zum ersten Mal bei der Schlussfeier am 8. 12.1965 benutzt. Seit dem 7. Jh.
ist der Krummstab Zeichen des Hirtenamtes für Bischöfe der westl. Kirche, dem Papst als obersten Hirten der Kirche wurde
der Kreuzstab von Diakonen vorangetragen und vom Papst nur bei liturgischen Handlungen selbst in die Hand genommen.
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