Zahlen haben
eine symbolische Bedeutung und wir ordnen ihnen oft spontan
einen Sinn zu: Die zehn Finger unserer Hände, die zwei
Geschlechter von männlich und weiblich, die Zahl zwölf,
die den Tag in Stunden strukturiert. Die sieben Wochentage
prägen unser Empfinden. In Kirchen kommen die Zahlen "acht" und "zwölf" als
zentrale Zählweisen vor. Achteckig ist das Taufbecken,
weil die Zahl "acht" auf die sieben Tage folgt,
die die gesamte menschliche Existenz umfaßt und die
in der "Acht" überboten wird. Acht ist im
Oktogon oder im achteckigen Taufbecken Ausdruck der Vollendung,
denn am ersten Tag der neuen Woche, also am achten Tag, wurde
Jesus von den Toten erweckt. Am achten Tag erschien er Thomas.
Zwölf steht für die
zwölf Stämme Israels, die im neuen Bund durch die
zwölf Apostel repräsentiert werden. Zwölf
Säulen finden sich daher oft im Chor gotischer Kathedralen
und stehen für die Apostel, auf denen das Gebäude,
d.h. die Überlieferung von Jesus Christus, ruht. |
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