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Tugenden
Die in der griechischen Philosophie
entwickelte Auffassung von den Grundtugenden Mäßigkeit,
Klugheit, Starkmut/Tapferkeit und Gerechtigkeit wurde
in die christliche Ethik übernommen, wo sie seit
Ambrosius als die vier Kardinaltugenden bezeichnet werden.
Papst Gregor der Große fügt die in 1 Kor
13,13 genannten christlichen (göttlichen oder theologischen)
Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe hinzu. Die so entstandene
Siebnergruppe identifizierte Gregor mit den sieben Gaben
des Hl. Geistes. Das Gegenteil der Tugenden sind die
Laster; biblisch belegt sind verschiedene Lasterkataloge.
Tugenden und Laster werden in vielen Kirchen als allegorische
Gestalten dargestellt. Die Darstellung der Tugenden
und Laster weist aber Unterschiede auf. s. Karneval