Schon
früh wurden in einem Seitenraum das eucharistische
Brot aufbewahrt. Im Mittelalter entwickelte sich die
Verehrung des eucharistischen Brotes. Der Priester
hob die konsekrierte Hostie über einen Kopf,
so daß alle sie sehen konnten. Dieser Augenblick
wurde in dem in der Monstranz ausgestellten Hostie
festgehalten. In gotischen Kirchen wurde an der Seitenwand
des Chores ein Sakramentshäuschen aufgestellt.
Im Barock wurde der Tabernakel Zentrum des Altares.
Wie der Fürst im Thronsaal an der Stirnwand sitzt,
so "thront" der Herr auf dem Altar.
Der Tabernakel geht letztlich
auf die Bundeslade zurück. Zwei Cherubim (=die
Schwebenden) waren Garant, daß Gott in seinem
Versöhntsein mit dem Volk Israel unterwegs ist.
Wo die beiden Flügelspitzen dieser psychisch-geistigen
Kräfte, dieser Cherubim, sich berühren,
wohnt die Schechina, die Gegenwart Gottes. Im Tabernakel
wird dieses Motiv aufgenommen. Wo die konsekrierte
Hostie aufbewahrt wird, sind oft die Cherubim auf
der Außenseite des Tabernakels dargestellt.
Denn der Leib Christi ist das Zeichen des Versöhntseins
Gottes. Das Brot der Liturgie ist für die Gläubigen
das Zeichen für die Gegenwart Jesu. |
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