So nennt man
eine in der westlichen (lateinischen) Kirche entstandene
und gepflegte Gebetsreihung. Solche gibt es auch in anderen
Hochreligionen (Buddhismus, Hinduismus, Islam). Diese Form
des Gebetes wird geschätzt, weil sie die innere Ruhe
und Sammlung beim Gebet fördert. Wie es Gebetsreihen
für das "Vater unser" gab, so gibt es solche
auch für Grußgebete an Maria. Der Rosenkranz umfaßt
als Einleitung das Apostolische Glaubensbekenntnis, ein "Vater
unser" und drei "Ave Maria", in die je ein
Gebet um die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und
Liebe eingefügt ist. Es gibt drei heilsgeschichtliche
Themenkreise, von denen einer dem Weihnachtsgeschehen entstammt
(freudenreicher Rosenkranz) einer der Passion (schmerzhafter
Rosenkranz) und einer den Ostereignissen (glorreicher Rosenkranz).
Jedes heilsgeschichtliche Thema ist in fünf Ereignissen
entfaltet; diese Ereignisse werden in jeweils 10 "Ave
Maria" eingefügt. Somit besteht ein Rosenkranz
aus 50 "Ave Maria". Für jedes dieser "Ave
Maria" befindet sich eine Perle an einer Schnur, an
der ein Kreuz befestigt ist. Diese Gebetsschnüre werden
Rosenkranz genannt. Es gibt auch verkürzte Gebetsschnüre
bzw. Gebetsringe, mit denen 10 Gesetze gezählt werden
können. Rosenkranzaltäre sind häufig in Kirchen
der Barockzeit zu finden.
Im Oktober 2002 hat Papst Johannes
Paul II den Rosenkranz um fünf "lichtreiche Geheimnisse" erweitert,
die Ereignisse aus dem Leben Jesu meditieren: |
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