Sie haben im
Kirchenraum verschiedene Aufgaben und Funktionen. Für
sie ist der Kirchenraum der wichtigste Aktionsraum ihrer
Beauftragung, nämlich die Gläubigen zum Gottesdienst
zu begrüßen, sich im Namen der Versammelten im
Gebet an Gott zu wenden, das Evangelium zu verkünden
und auszulegen; das eucharistische Hochgebet zu sprechen
und die gewandelten Gaben zu reichen. Als Leiter des Gottesdienstes
steht der Priester der Versammlung vor.
Andere Orte priesterlichen Handelns
sind das Taufbecken und der Beichtstuhl. Vor dem Priester
als amtlichem Zeugen der Kirche spenden sich die Brautleute
das Sakrament der Ehe. Neben dem Amt des Priesters gibt es
noch weitere Dienste im Gottesdienst und der in der christlichen
Gemeinde, z.B. den Dienst des Diakons. Der Diakon hat wie
der Priester eine Weihe empfangen. Mit dieser Vollmacht kann
er taufen, beerdigen, und Brautleute können vor ihm
als Zeugen sich das Ehesakrament spenden. In der Messe ist
seine vornehme Aufgabe, das Evangelium zu verkünden
und zu predigen.
Im Gottesdienst ist der Priester
nicht der einzige Rollenträger: Lektoren tragen die
Lesungen aus der Heiligen Schrift vor und Kommunionspender
bringen das eucharistische Brot zu den Kranken nach Hause
und teilen es in der Kirche aus.
Meßdiener- und -dienerinnen
sind die Nachfolger der Akolythen der frühen Kirche,
d.h. sie tragen die Kerzen, halten und schwenken das Weihrauchfaß und
bringen Brot, Wein und Wasser zur Bereitung des eucharistischen
Mahles zum ->Altar. |