Mit Öl hat
Samuel zuerst Saul und dann David zu ->Königen
gesalbt. David nennt Saul öfters den "Gesalbten
des Herrn". Der Gesalbte ist der Messias, der Christos
(von griechisch chrinein = salben). Weil die Getauften zu
Brüdern und Schwestern Christi werden, sind sie mit
Chrisam Gesalbte, also Christen. Auch die Firmung sowie die
Priester- und Bischofsweihe sind mit einer Salbung gebunden.
Ergänzt wird die heilende
Bedeutung des Öls durch seine heilende Wirkung, die
durch die Krankensalbung an Menschen vollzogen wird, damit
sie gesunden.
Heilige Öle gehören
zu den Urelementen christlicher Liturgie. Für den antiken
Menschen waren die Öle Nahrung, Medizin, Kosmetik, Opfergabe
und Lichtquelle. Der Jakobusbrief bezeugt die auch medizinisch
zu verstehende Krankensalbung. Nach alttestamentlichen Vorbildern
finden Salbungen beim Eintritt in die Glaubensgemeinschaft
(Taufe und Firmung) und bei der Übertragung apostolischer
Leitungsgewalt (Priester- und Bischofsweihe) statt, aber
auch um gottesdienstliche Geräte und Räume zu heiligen
(konsekrieren).
Christsein
heißt vom Wortsinn her: Gesalbtsein (jüdisch:
Messias: der Gesalbte, lateinisch Christus; vgl. daher Chrisam).
Die heiligen Öle werden in der Chrisammesse am Gründonnerstag
durch den Bischof geweiht. In jeder Pfarrkirche finden sich
drei Öle: Katechumenöl und Chrisam zur Salbung
vor und nach der Taufe und das Gefäß mit dem Krankenöl. |