Ein Kirchenraum
ist auf die Feier des Gottesdienstes hin angelegt und erhält
von daher seine Struktur. Die zentrale christliche Form des
Gottesdienstes ist aus dem jüdischen Synagogen-Gottesdienst
und dem Mahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert
hat, zusammengewachsen. Neben der Eröffnung und der
Entlassung hat die Meßfeier einen Wort- und einen eucharistischen
Teil. Vorbereitet durch Lesungen aus dem Alten Testament,
den Briefen und der Apostelgeschichte sowie der Offenbarung
des Johannes, wird das Evangelium als Wort und Handeln Jesu
gelesen, besungen und ausgelegt.
Der eucharistische Mahlteil der
Messe hat als Grundduktus ein großes Dankgebet, das
im Namen Jesu an Gott den Vater gerichtet wird. In diesem
Dankgebet wiederholt der Priester die Worte, die Jesus im
Abendmahlsaal über Brot und Wein gesprochen hat. Die
gesegneten und gewandelten Gaben werden den Gläubigen
zur Kommunion gereicht.
Im Chorraum haben Lesungen, Evangelium
und Predigt am Ambo ihren Platz. Der Altar ist der Ort für
das eucharistischen Teils mit der Bereitung der Gaben, dem
Hochgebet, dem Brechen des Brotes und dem heiligen Mahl. |