Symbole&Kirchenraum

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Inhaltsverzeichnis

Achteck
Adler
Affe
Akelei
Alpha und Omega
Altar
Ambo
Amphore
Anker
Apfel
Apostel
Apostelleuchter/Apostelsäulen
Arche
Arkanthus
Auferstehung
Aura
Baldachin
Barock
Baum
Beichtstuhl
Bestiarium
Beule, Pestbeule
Brot und Wein
Chor
Christusbild
Drache
Dreifaltigkeit
Edelsteine
Ei
Ekklesia
Eucharistie
Evangelisten
Ewiges Licht
Fisch
Gabriel
Gold
Gotik
Hand
Hase
Heilige, Heiligenschein (Aura)
Herz
Himmelfahrt Jesu
Himmel
Hölle
Hungertuch
Jerusalem
Josef
Jüngstes Gericht
Kirche, Eclessia
König
Kranz
Kreuz
Kreuzweg
Krone
Lamm, Osterlamm
Löwe
Maria
Märtyrer
Majestas Domini
Mandorla

Messe, Eucharistie
Michael
Mond
Monstranz
Muschel
Neugotik-Neoromanik
Öl
Osten
Palmzweig
Paradies
Pelikan
Petrus
Pfau
Pinie
Pieta
Priester
Reliquien
Romanik
Rosenkranz
Sakramente
Schiff
Schlusssteine der Gewölbe
Schutzengel
Sonntag, Sabbat
Taberanakel
Taube
Teufel
Tiara
Tonnengewölbe
Tugenden
Tympanon
Votiv und Weihegaben
Wasser
Weihrauch
Weihwasser
Wein
Weltgericht
Wurzel Jesse
Zahlen

Überschrift

Die Mutter Jesu begleitet den gesamten Lebensweg Jesu, von der durch den Engel Gabriel verkündeten Empfängnis bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie den toten Sohn in ihren Armen hält, und schließlich an Pfingsten im Kreis seiner Jünger den Geist empfängt. Sie ist ganz nahe dem inneren Weg der Erlösung und vermittelt dem, der auf sie blickt, diese Nähe. Zugleich kann sich jeder mit seinen Erfahrungen in ihrem Leben wiederfinden, in Glück und Leid. Viele Mütter, die ihren Sohn hergeben mußten, weil Gewalt ihn genommen hat, fühlen sich bei Maria aufgehoben.
Weil im Christentum eine Frau nicht als Göttin verehrt, ihr aber der Titel ”Königin des Himmels” gegeben wurde, veränderte sie auf besondere Weise die Sicht wie auch die Stellung der Frau.
Die Darstellung Mariens greift oft auf die Symbolik von Offb 12 zurück, (vgl. Mond daher Darstellung als Mondsichelmadonna). Maria wird gedeutet als Typus des gläubigen Gottesvolkes der Kirche wie auch als „neue Eva”. Seit dem 4. Jahrhundert werden auf den Titel ”Maria” Kirchen geweiht, der Name wird bevorzugter Taufname, zahlreiche Marienfeste werden in das liturgische Jahr aufgenommen; das Lob Mariens wird tägliche Gewohnheit (Engel des Herrn, Marienpsalter). Das II. Vatikanische Konzil (1962-65) hat Marias exemplarisches Menschsein vor Gott herausgestellt. Ebenso ist sie Urbild der Kirche: Sie empfängt Christus, gebiert ihn in den Getauften und verkündet ihn der Welt. Dargestellt wird Maria oft mit dem Kind auf dem Schoß. Weiter finden sich in vielen Kirchen Verkündigungsbilder mit dem Engel Gabriel, der ihr „verkündet“, daß sie den Messias zur Welt bringen soll. Das Fest „Maria Verkündigung" wird am 25. April gefeiert. Die „Heimsuchung“ bezeichnet den Besuch Marias bei ihrer Kusine Elisabeth. Dieses Fest wird am 2. Juli gefeiert. Darstellungen des Pfingstereignisses zeigen Maria inmitten der Apostel, als der Geist auf die Jünger in Form von Feuerzungen herabkommt. Maria mit dem toten Sohn wird auch Pieta genannt, das sich von “Verehrung” herleitet. Das Altarmotiv der meisten Barockkirchen und bereits der Gotik ist die Aufnahme Mariens in den Himmel und ihre Krönung als Himmelskönigin. Das Fest Mariä Himmelfahrt wird am 15.August gefeiert. Die Krone ist Ausdruck dieser Erhöhung.

Eckhard Bieger S.J.


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Krönung Mariens, Bamberg

 

Pieta, Pfarrkirche Kronenburg, Eifel