Ist nicht nur
der Ort der Kreuzigung und der Auferstehung
Jesu, sondern auch die Stadt, in der die Wiederkunft des
Menschensohnes und somit das Ende der Geschichte erwartet
wird. Jerusalem enthält die semitischen Wortwurzeln "sehen" (jeru)
und "Frieden, Vollkommenheit" (Salem, Shalom).
Jerusalem ist der Ort der Gottesverehrung
und wird als "neue Stadt" in der Offenbarung des
Johannes angekündigt: "Da entrückte er mich
in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg
und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott
her vom Himmel herabkam" (Offb 21,10). Wenn es dann
im gleichen Kapitel in den Versen 22 und 23 heißt: "Einen
Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott,
der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr
Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch
Mond, die ihr leuchten, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet
sie, und ihre Leuchte ist das Lamm", sehen die Christen
in dem Kirchenraum das neue Jerusalem. Das Lamm ist im eucharistischen
Brot gegenwärtig und wird im Tabernakel aufgehoben und
angebetet. Vor allem der romanische Kirchbau hat sich an
dem Bild des neuen Jerusalem orientiert. |
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