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Altar Altarbild, Retabel- Flügelaltar, Antependium
Zunächst war der Altar das Symbol des heidnischen Gottesdienstes.
Das lateinische Wort adolere = verbrennen bezeichnet die ursprüngliche
Bedeutung als Stätte zur Verbrennung der Opfer. Im Bereich
des Alten Testaments werden Altäre vor allem dort erwähnt,
wo dem Volk Israel Gottesoffenbarungen zuteil wurden. Daher
standen Brand- und Rauchopferaltäre auch im Bundeszelt
und später vor dem Jerusalemer Tempel. Der Altar ist
die Fläche der Begegnung mit Gott und hat auch bei den
orientalischen Kulten die Bedeutung eines Tisches, denn Opfer
bedeutet, daß der Mensch mit der Gottheit zu Tisch sitzt.
Dabei kommt Gott das Fett des Opfertieres zu. Das Blut wird
am Altar ausgeschüttet. Als Symbol des Lebens wird es
nicht verzehrt.
Der zentrale jüdische Kult des Pessah war wie das christliche
Abendmahl altarlos. Jesus versammelte die Seinen um den Tisch,
und das hielten auch die Christen während der ersten
Jahrhunderte so. Später wurde für das heilige Mahl
der Altar wieder eingeführt, das Opfer Jesu in das Tischgeschehen
hineingenommen und vergegenwärtigt. Jesus ist nicht nur
der Opferpriester, der sich selbst als endgültige Opfergabe
Gott darbringt, sondern gleichzeitig auch der Altar für
dieses Opfer (vgl. die Ausdeutung von Hebr 13,10: ”Wir
haben einen Altar, von dem die nicht essen dürfen, die
dem Zelt dienen”). Vom 4. Jahrhundert an setzt sich
allmählich der steinerne Tisch durch, der in den alten
Basiliken meist im Mittelpunkt der Apsis steht. Vom frühen
Mittelalter an baut man den Altar näher an die Rückwand
der Apsis und schirmt durch Schranken einen Altarraum von
der Gemeinde ab (vgl. * Chor). Ab dem 8. Jahrhundert weicht
die Tischform immer mehr der Blockform. Dies kommt der Entwicklung
entgegen, im Altar Reliquien von Märtyrern und Heiligen
beizusetzen.
Wichtige Altarformen sind:
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Der Ciboriumsaltar mit seiner baldachinartigen Überdachung.
Zwischen den tragenden Säulen hingen vor allem zur Zeit
des Barock oft schmückende Vorhänge.
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Der Retabel- und Flügelaltar der Gotik, benannt nach
den hinter dem Altar angebrachten (lat. Retro (hinter) altare,
retrotabulum) Bildtafeln. Später wurden allgemein Altäre
mit rückwärtigem Aufbau, evtl. noch mit klappbaren
Flügeln, so bezeichnet.
•
Altar mit Predella (Unterbauten, lat.-italien.: Schemel, von
althochdt. Brett) und großem Altarblatt. Der Altar wird
mit einem Tuch eingehüllt, das nach vorne eine Darstellung
eingestickt hat, die in der Regle ein Motiv im Zusammenhang
mit dem Abendmahl aufgreift. Dieses Antependium (was nach
vorne hängt) wurde später in Metall getrieben. Im
Lauf der Entwicklung wurde das Altarbild zum Altarblatt ausgeformt.
Es handelt sich um ein hochgestelltes Gemälde auf dem
Altar, das evtl. von Säulen eingefaßt und auch
als aufwendiger architektonischer Aufbau mit zahlreichen Skulpturen
zur Zeit des Barock ausgestaltet wurde.

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