Kurse
planen und durchführen
Kurse verlangen sowohl Intuition wie auch Planung. Die Planung erfolgt nach
didaktischen Regeln, die sich vom Lernziel her bestimmen. Es hängt
von dem Abschluss des Kurses ab, wer das Ziel bestimmt. Dient der Kurs
der Vorbereitung auf eine Prüfung, dann bestimmt der Stoff, der für
die Prüfung verlangt wird, die Zielsetzung. Handelt sich um einen
Kurs in der Fort- und Weiterbildung, bestimmen die Teilnehmer, was sie
lernen wollen, denn sie haben sich für den Kurs eingeschrieben, weil
sie für ihre Aufgabenfelder eine bestimmte Qualifikation erwerben
wollen. Um die Qualifikation, die im Kurs erworben werden soll, zu bestimmen,
bedarf es einer Vereinbarung in der Eingangsphase. Da die Teilnehmer fast
immer in ihrer Praxis, ob in einem Kurs zu einem Erziehungsthema oder in
einer Weiterbildung für ein Computerprogramm schon über Erfahrungen
mit dem Lernstoff verfügen, können sie selbst einschätzen,
was sie genau für die Bewältigung der Aufgaben und Herausforderungen
lernen wollen. In der Eingangsphase ermöglicht die Kursleitung den
Teilnehmenden, sich über ihre Erfahrungen zu dem Themengebiet des
Kurses auszutauschen, um dann genauer zu bestimmen, was die konkreten Lernwünsche
sind. Diese werden für jeden einzelnen Teilnehmer schriftlich festgehalten.
Die Kursleitung klärt ab, welche der Lernwünsche zu dem Themenfeld
des Kurses gehören und welche innerhalb der zur Verfügung stehenden
Kurszeit bearbeitet werden können. Auch in Prüfungs-bezogenen
Kursen lohnt sich ein solcher Erfahrungsaustausch, weil er das Wissen aktiviert,
das die Teilnehmenden mitbringen und an das die Kursleitung die einzelnen
Lernschritte anbinden kann. Die Eingangsphase endet mit einer Vereinbarung,
auch Kontrakt genannt. (Link zu Kontrakt)
Nach der Eingangsphase werden die Lerninhalte nacheinander bearbeitet. Die
Lernschritte bauen sich so auf, dass mit dem einfacheren begonnen und die komplexeren
bzw. schwierigen Inhalte später bearbeitet werden. Bei Fort- und Weiterbildungsangeboten
legt die Kursleitung den Schwerpunkt auf die Themenbereiche, die von den Teilnehmenden
besonders gewünscht wurden. Während ein auf die Prüfung hingeordneter
Kurs vorher im einzelnen geplant werden kann, erfordern Kurse, für die
die Teilnehmenden die Lerninhalte bestimmen, ein flexibles Vorgehen der Kursleitung.
Diese verfügt über die Methoden und Übungen, mit denen die Lernwünsche
realisiert werden können. Da in Fort- und Weiterbildungen die Lernwünsche
aus der Praxis der Teilnehmenden entstehen, müssen diese Kurse die Fertigkeiten
vermitteln, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Daher sind Übungen
und Trainingssequenzen notwendig, damit die Teilnehmer mit Hilfe des Kurses
ihre Praxis konkret weiter entwickeln und das Gelernte auch umsetzen können.
Für jede Methode und für jede Übung kann die Kursleitung auf
Regeln zurückgreifen, die den Ablauf der Übung, der Methode organisieren.
(Link auf Regelaspekt)
Im Kurablauf dienen Reflexions- und Auswertungsrunden dazu, sich über
die Lernfortschritte zu verständigen, Lernwünsche zu konkretisieren
und so den Kursverlauf möglichst nahe an den Lernwünschen und den
Lernfortschritten der Teilnehmer zu steuern. Bei Prüfungs-orientierten
Programmen ist es erforderlich, in jedem Schritt zu überprüfen, ob
das für das Examen bzw. die Prüfung notwendige Wissen und die geforderten
Fertigkeiten erworben wurden, um jedem Teilnehmenden zu ermöglichen, sich
optimal auf die Prüfung vorzubereiten.
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