Bildung und Erziehung

Kontrakt

Vereinbarung am Beginn eines Kurses

Zu Beginn eines Kurses oder eines Seminars wird ein Kontrakt zwischen der Leitung und den Teilnehmern geschlossen. Dieser Kontrakt hat den Nutzen, dass
• die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon zu Anfang Orientierung über die Vorgehensweise erhalten, und entscheiden können, ob sie sich darauf einlassen möchten,
• ein verbindlicher Rahmen geschaffen wird, der Sicherheit (für Leitung und Teilnehmer) ermöglicht,
• die Arbeit im Verlauf und zum Ende in Bezug auf die abgesprochenen Punkte überprüft werden kann.
Die Inhalte eines Kontraktes sind die verbindlichen Absprachen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Ziele und Lernerwartungen, die Methoden sowie über die Regeln der Zusammenarbeit. Dazu benennen die Teilnehmerinnen zuerst ihre Lernerwartungen. Die Leitung gibt Orientierung, welche Lernerwartungen sie bearbeiten kann und mit welchen Methoden und Vorgehensweisen sie dies ermöglicht. Dann benennt sie ihre Bedingungen, die von Seiten der Teilnehmer sie braucht, um den Lernprozess zu gestalten:
Beispiele:
• Die Leitung fängt zu den abgesprochenen Arbeitszeiten pünktlich an.
• Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer hält ihre/seine Lernerwartungen im Blick, meldet sich, wenn etwas nicht genügend bearbeitet wurde.
• Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer übt oder stellt sich für Übungen zur Verfügung.
• Schwierigkeiten oder Missstimmungen werden in der Arbeitszeit zur Klärung angemeldet.
Die Leitung sollte sich im Vorfeld eines Seminars überlegen, welche Vereinbarungen sie für die Inhalte und die Arbeitsformen treffen muß. Grundsätzlich empfiehlt es sich in einem Kontrakt auch Vorgehensweisen für evtl. entstehende Konflikte abzusprechen. Die Leitung sichert damit ab, dass sowohl die Leitung als auch die Teilnehmer in Konfliktsituationen handlungsfähig sind.
Wichtig ist, dass der Kontrakt mit allen Teilnehmern getroffen wird. Dazu stellt die Leitung die Vorgehensweise und die Regeln vor und fragt ab, ob sich jede und jeder darauf einlassen kann. Die Leitung bezieht auch die Teilnehmer, die später kommen, in diesen Kontrakt mit ein.
Auch für einen Coachingprozess sollte ein Kontrakt geschlossen werden. Dazu werden ähnlich wie für ein Seminar die Ziele des Cochee ermittelt und die Vorgehensweisen abgesprochen. Es wird geklärt, was der Coach tut, um diese Ziele zu realisieren. Im Kontrakt wird auch abgeklärt, welche Aufgaben der Coachee für die Realsierung übernimmt. Auch der Zeitrahmen für das Coaching sowie die Kosten sind Inhalte eines Kontraktes. Im Gegensatz zum Seminar sollte der Kontrakt für ein Coaching schriftlich festgehalten werden, da es sich meist über einen längeren Zeitraum erstreckt.

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