Bildung und Weiterbildung

Kirchliche Erwachsenenbildung

Bildung entscheidet über die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Bildung ist dabei mehr als Wissen und Information: Sie zielt auf die Entfaltung der Person in ihren vielfältigen Beziehungen. Bildung bahnt Wege, damit Menschen unterschiedliche Fähigkeiten erwerben und stärken können. Dazu gehört die Suche nach Sinn und Orientierung, das religiöse Fragen sowie die Kunst, das eigene und das gemeinschaftliche Leben verantwortlich mitzugestalten. Bildung umfasst und schult die Kompetenz, Stellung zu nehmen und in der Auseinandersetzung mit anderen eigene Positionen zu entwickeln und zu klären. Zur Bildung gehört die Befähigung, Pluralität zu bejahen, Konflikte anzunehmen und sie in der Haltung gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung zu bearbeiten. Durch ihre vielfältigen Veranstaltungen für alle Lebensbereiche und Lebensalter befähigt sie Menschen, diese Ziele zu erreichen.

Wichtige Grundelemente der katholischen Erwachsenenbildung haben Johann Michael Seiler Link: http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/sailer_j_m.shtml

(1751-1832), Ignaz Heinrich von Wessenberg Link http://www.bautz.de/bbkl/w/wessenberg.shtml

(1774-1860) zu seinen Schriften (Lik: http://www.wessenberg.at/schrifts/ihwartikel.htm

sowie Adolf Kolping Link: http://www.kolping.de/grundinfos/adolf_kolping.html?pe_id=8&pe_id=9

(1813-1865) mit der Gründung seiner Gesellenvereine entwickelt.

Ziel des gemeinsamen Lernens war für Kolping der "tüchtige Bürger", der "tüchtige Christ" und der "tüchtige Geschäftsmann". Der Volksverein für das katholische Deutschland, gegründet 1890, wurde zur ersten großen Massenorganisation für die katholische Volksbildungsarbeit. Nach der Zerschlagung der katholischen Bildungseinrichtungen in der Zeit des Nationalsozialismus wurden nach dem Krieg sehr schnell neue Bildungseinrichtungen, wie katholische Akademien, Bildungswerke, Familienbildungsstätten und diözesane Bildungseinrichtungen ins Leben gerufen. Mit dem Gutachten des deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen "Zur Situation und Aufgabe der deutschen Erwachsenenbildung 1960", in der die Unterscheidung zwischen "gebundener" und "freier" Erwachsenenbildung gemacht wurde: Erstere meint eine weltanschaulich orientierte Erwachsenenbildung und wurde den Kirchen zugeordnet; als Institution für die freie Erwachsenenbildung wurden die Volkshochschulen genannt. Aufgrund dieser Unterscheidung entstand eine Debatte über die gesellschaftliche Legitimation von kirchlicher Erwachsenenbildung. Sie stand unter dem Verdacht, ein "verlängerter Arm der Seelsorge" zu sein. Spätestens mit dem Beschluss der Würzburger Synode (1971-1975) wurde die katholische Erwachsenenbildung in ihrer öffentlich rechtlichen Struktur ausgewiesen und von vier Grundkriterien profiliert:

  • Kritische Offenheit des Menschen für die Gesamtheit seiner Lebensbezüge

  • Beispielhafte Neuerungen

  • Klärung umstrittener Fragen

  • Dienst am benachteiligten Menschen.

    Heute wird Erwachsenenbildung in kirchlicher Trägerschaft vielerorts ökumenisch getragen. Sie weiß sich folgenden Aufgaben verpflichtet:
  • Förderung von Lern- und Qualifikationsprozessen

  • Abbau von Bildungsschranken

  • Bezug zu christlichem Lebens- und Glaubenswissen

  • Aufgreifen eines breiten Themenspektrums

  • Stärkung von solidarischem Handeln vor Ort und global.

    Sie trägt bei zur Versöhnung zwischen den christlichen Kirchen, zwischen Christen und Juden, zur Verständigung mit Muslimen und Angehörigen anderer Religionen.

    Erwachsenenbildung in kirchlicher Trägerschaft arbeitet mit im pluralen, öffentlich-rechtlichen Weiterbildungssystem. Sie wendet sich an alle Menschen, die sich weiterbilden wollen.

    Träger dieser offenen Erwachsenenbildung sind im Erzbistum Freiburg das Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg mit seinen 13 Außenstellen und deren hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die rund 500 örtlichen Bildungswerke, die ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet werden.


    Weitere Informationen unter http://www.kath.de/kbe/

 


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