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10.07.2003/Regensburg
Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hat im persönlichen Gespräch mit Pfarrer Felber Einigung erreicht
Regensburg/Bad Abbach, (pdr). Nach einem dritten persönlichen Gespräch mit dem Bad Abbacher Pfarrer Siegfried Felber hat Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller am Donnerstag, 10. Juli, eine Einigung über den Verbleib von Pfarrer Felber in Bad Abbach erreicht. „Ich bin dankbar dafür, dass in einem Dialog eine solche Einigung gefunden werden konnte. Sie ist die Basis für eine gute Entwicklung der Seelsorge in Bad Abbach“, so Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in einer ersten Stellungnahme am Donnerstag. Pfarrer Felber hat sich danach bereit erklärt, die Liturgie nach den allgemein gültigen Regeln der Katholischen Kirche zu feiern und kirchliche Räume entsprechend den allgemeinen Vorgaben des Bistums zu nutzen.
Danach wird er zum Beispiel Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“ keine Räume mehr zur Verfügung stellen. Unter diesen Bedingungen bleibt Siegfried Felber bis 1. September 2004 Pfarrer von Bad Abbach. „Es kommt jetzt darauf an , dass die Pfarrei wieder zusammenfindet und mit Pfarrer Felber gemeinsam die Seelsorge bis zum Pfarrerwechsel im nächsten Jahr gestaltet“, appelliert Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller an die Katholiken in Bad Abbach. „In den drei Gesprächen habe ich Pfarrer Felber als engagierten Seelsorger kennen gelernt, der mit vielfältigem Engagement und hohem persönlichem Einsatz um seine Pfarrei bemüht ist“, stellte der Bischof nach dem Gespräch heraus.
Dennoch müsse er in seiner Verantwortung als Bischof auf bestimmten Eckpunkten beharren. Bei seinen Forderungen sei es ihm darum gegangen, dass die Einheit der Katholischen Kirche auch in der Liturgie deutlich zum Ausdruck kommt. Ausdruck dieser Einheit sei neben dem weltweit verbindlichen Messtext auch die Nennung des Namens des Papstes und des Bischofs des jeweiligen Bistums. „Deren Name steht für die Einheit der Weltkirche beziehungsweise des Bistums. Die Namen drücken auch aus, dass in der Einheit mit Papst und Bischof die Eucharistie gefeiert wird“, verdeutlichte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller das Gewicht, das die Katholischen Kirche der Einhaltung dieser Normen beimisst.
Mit dieser Einigung erübrigen sich die für nächste Woche angekündigten Aktionen von Initiativgruppen, mit denen ein Verbleib von Pfarrer Felber bis September 2004 erreicht werden sollte.
Jakob Schötz presse@bistum-regensburg.de
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