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Kirchenkompass |
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Kreuzweg |
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| In vielen Kirchen finden sich, meist entlang der Seitenwände, 14 Kreuze, zu denen oft Darstellungen des Leidensweges Jesu gehängt sind. Zu diesen 14 Stationen gibt es eigene Andachten, die in Gemeinschaft oder alleine gebetet werden, indem man den Kreuzweg abschreitet. Diese Kreuzwegstationen stellen eine direkte Verbindung zu Jerusalem dar, dort wird der Kreuzweg Jesu von den Pilgern nachgegangen. Er führt vom Abendmahlssaal zum Ölberg, zum Haus der Hohenpriester, zur römischen Gerichtsstätte, dem Prätorium, zum Kreuzigungshügel Golgotha und zum Grab. Von Jerusalem aus wird diese Tradition im 15. Jahrhundert durch die Pilgern nach Europa gebracht. Der Weg Jesu nach Golgotha, eine Anhöhe vor der Stadt Jerusalem, wird nachgebaut. Auf bei Städten gelegenen Hügeln finden sich heute noch Kreuzkapellen, in denen oft das Grab Jesu nachgebildet ist. Die Kreuzesverehrung ist eng mit der franziskanischen Spiritualität verbunden. Da durch die Begegnung des heiligen Franziskus mit dem Sultan, in der Franziskus sich für einen friedlichen Ausgleich einsetzte, die Franziskaner ein Aufenthaltsrecht im Heiligen Land erhielten, sind sie dort den Kreuzweg mit den Pilgern nachgegangen und haben diese Frömmigkeitsform geprägt. Erst im 18. Jahrhundert werden Kreuzwegdarstellungen ins Kircheninnere übernommen. Indem der Beter die Stationen abschreitet, persönliche Gebete spricht oder eine Kreuzwegandacht betet, identifiziert er sich mit Jesus. Den Kreuzweg gehen ist eine Einübung in die Nachfolge Christi. Das hilft dem einzelnen zu verstehen, daß der Weg des Christen nicht ohne Leiden gegangen werden kann. Das Wort Jesu ist ein Motiv für diese Andachtsform. "Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Mt 16,24) Die 14 Stationen orientieren sich an den Berichten der vier Evangelien über den Tod Jesu:
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