Kirchenkompass


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Grab und Auferstehung

 

In vielen gotischen Kirchen finden wir eine Grablegung Jesu, manchmal sogar an der Außenseite der Kirche. Am Karfreitag und Karsamstag ermöglichen uns die großen Figuren Zugang zu der Trauer über Tod und Leid, die die Bildhauer so eindrucksvoll gestaltet haben. Der Tod wird ernst genommen und zugleich gibt es Hinweise auf die Überwindung des Todes. Bereits die ersten Christen haben im Alten Testament nach Stellen gesucht, die ihre Erfahrung bestätigen, daß Jesus nicht im Tod geblieben ist. Die Bibel war für sie deshalb besonders glaubhaft, weil sie als Gottes Wort sagt, was der Ausgang der Geschichte ist, ob Gott die Welt und vor allem seinen Messias retten wird.

Die Entdeckungen in den Schriften des Alten Testamentes waren im Mittelalter lebendig und finden sich oft sogar an den Darstellungen von der Grablegung Jesu.

Der Prophet Jona war drei Tage im Bauch des Fisches.
"Der Herr aber schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches, und er betete im Bauch des Fisches zum Herrn, seinem Gott." (Jona 2,1-3)

Die Zahl Drei wurde als Hinweis auf die drei Tage gesehen, die Jesus im Grab gelegen hat.

Als der Fisch Jona wieder freigab, war das für den Propheten auch eine Auferstehung.

Ein anderes Zeichen für die Auferstehung ist der Durchzug des Volkes Israel durch das Rote Meer. Es war ein Todesmarsch, das Volk konnte jede Minute von dem Wasser begraben werden.

In vielen Kirchen findet sich eine Darstellung des Löwen, die mit dem Helden Simson oder Samson verbunden wird. Ein Nachklang des Bildes ist die Zigarettenmarke Samson.

Der Löwe steht für neues Leben.