Das Bistum in Zahlen

Augsburg

Bistumspatron(in) Hl. Ulrich, Hl. Simpert, Hl. Afra
Bischof: Dr. Viktor Josef Dammertz
geb.: 08.06.1929
Bischofsweihe: 30.01.1993
Weihbischöfe: Josef Grünwald
Max Ziegelbauer
Größe (qkm)13.250
Einwohner2.174.266
davon Katholiken (%)1.540.857
aktive Geistliche700
Geistliche im Ruhestand220
Ständige Diakone89
Ordensfrauen2736
Ordensmänner606
Ausländerseelsorger15
Missionare311
Pastoralreferent(inn)en113
Gemeindereferent(inn)en212
Katholische Schulen in freier Trägerschaft73
(30 Schulen in der Trägerschaft d. "Kathol. Schulwerkes der Diözese Augsburg")
Kindergärten und horte475
Katholische Verbände28
Seelsorgsstellen (Pfarrgemeinden und kategoriale Seelsorge)1.100
Lektoren und Kommunionhelferliegt keine stat. Übersicht vor
Altenclubs 600
Ambulante Krankenstationen169
Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft25
Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen:
Caritas:
Diözese:
Ehe- und Familienseelsorge:
insgesamt:

37
5
9
51

Soziale Einrichtungen des Diözesan-Caritasverbandes:

Caritasverbände22
Heime für Altenhilfe104
Einrichtungen für Behindertenhilfe107
Heime für Nichtseßhafte9
Heime für Jugendhilfe2
Beratungsstätten für Frauen in Not- und Konfliktsituationen4
Erziehungsberatungsstellen15
Psycho-soziale Dienste für Suchtkranke und psychisch Kranke
psychosoziale
sozialpsychatrische Beratungsstelle
insgesamt

9
7
16

Pastoralsynode, Pastoralgespräch oder vergleichbare Veranstaltung in den letzten Jahren. Wenn ja, kurze Darstellung: Themen, Verlauf etc.

Am Christkönigsfest, dem 25. November 1984, hatte der frühere Diözesanbischof des Bistums Augsburg, der heutige Erzbischof Dr. Josef Stimpfle, die Einberufung einer Diözesansynode in Augsburg bekanntgegeben und sie unter das Leitthema gestellt: "Die Seelsorge in der Pfarrgemeinde". Im Jubiläumsjahr der Geburt des Bistumspatrons, des heiligen Ulrich, der im Jahr 890 geboren wurde, hat die Diözesansynode ìn zwei Sitzungsperioden vom 2. bis 10. Februar und vom 28. Juni bis 4. Juli 1990 getagt. Am 2. Februar 1991 wurden schließlich die Synodendokumente in Kraft gesetzt und am 10. März 1991 publiziert.

Der Kernauftrag der Synode war es, auf dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels, des religiös-sittlichen Werteverlustes und des Rückgangs des kirchlichen Lebens in der Verkündigung und der Sakramentenpastoral nach Wegen zu suchen, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und die Glauben an die nachfolgende Generation weiterzugeben.

Die "Seelsorge in der Pfarrgemeinde" bildete das Programm der Synode, weil die Pfarrgemeinde der Ort war und ist, wo die allermeisten Katholiken Kirche erleben und wo die entscheidende Bewährungsprobe stattfindet, ob und wie es mit dem Glauben der Kirche weitergeht. Unter diesem Gesichtspunkt stellte sich die Synode zehn Themen: der Verkündigung, der Liturgie, der Sakramentenpastoral, dem Religionsunterricht, der Jugendpastoral, der Ökumene, der Ehe und Familie, der Caritas, der Mission und der gesellschaftlichen Verantwortung. Diese Themen spiegeln sich in den Synodendokumenten wider: die "Berufung und Sendung der Christen" (Dokument 1), das "Leitbild der kooperativen Seelsorge" (Dokument 2), die Feier des Sonntags in der Pfarrgemeinde" (Dokument 3), die Hinführung zum Glauben in der Sakramentenpastoral" (Dokument 4), der "Weitergabe des Glaubens - Zusammenwirken von Familie, Pfarrgemeinde und schulischem Religionsunterricht" (Dokument 5), die "Pfarrgemeinde als Lebensort für junge Menschen" (Dokument 6), die "Christlich gelebte Ehe und Familie - Berufung und Auftrag" (Dokument 7), die "Konfessionsverschiedene Ehe und ökumenische Aufgabe" (Dokument 8), der "Dienst der Nächstenliebe und Weltverantwortung" (Dokument 9), die "Missionarische Gemeinde" (Dokument 10).

Literatur:
Diözesansynode Augsburg l990. Die Seelsorge in der Pfarrgemeinde. Verlag Ludwig Auer. Donauwörth 199l.
zugleich: Amtsblatt für die Diözese Augsburg 101. Jahrgang, Ergänzungsband, 10. März 199l.
Gerhard Bauer, Diözesansynode Augsburg 1990. Vorbereitung und Ablauf, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, Jahrgang 25 (1991), S. l1- 59.

Besondere Probleme und Aufgaben

a.) Das Problem, das dem Bistum Augsburg wie allen anderen deutschen Diözesen auf den Nägeln brennt, ist der zunehmende Priestermangel. Deswegen werden sich immer mehr Pfarreien einen Priester teilen müssen. Derzeit wirken 596 Pfarrer in den 995 Pfarreien der Diözese. In zehn Jahren werden rund 200 Geistliche das 70. Lebensjahr überschritten haben. Im gleichen Zeitraum kommen nach optimistischen Hochrechnungen insgesamt 60 neue Priester 1976 wurden im Bistum die Pfarrverbände eingerichtet. Sie hatten das Ziel, auf dem Weg besserer Kooperation nach dem Prinzip der Solidarität die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß die Gemeinden als Ganze gemäß der "Communio-Theologie" des Zweiten Vatikanischen Konzils immer mehr die Träger kirchlichen Handelns werden. Als Fortentwicklung der Pfarrverbände, bei denen mehrere Pfarreien mit mehreren Pfarrern eine Seelsorgeeinheit bildeten, strebt nunmehr das Bistum die Verwirklichung von "Pfarreiengemeinschaften" a1s Seelsorgeeinheit an. Mehrere Pfarreien werden nach diesem Modell zu einer "Pfarreiengemeinschaft" unter der Leitung eines Pfarrers zusammengeschlossen. Dabei soll die Selbständigkeit der Pfarreien gewahrt bleiben. Gleichzeitig sollen die Pfarreien, die zu einer "Pfarreiengemeinschaft" zusammengeschlossen werden, unter Leitung des Pfarrers/Priesters aufgrund eines gemeinsamen Konzeptes eine enge Kooperation der Gremien, Ausschüsse und Arbeitskreise aufbauen Dem Seelsorgeteam, dem neben dem Pfarrer, evtl. dem Benefiziat oder dem Kaplan, die hauptamtlichen Mitarbeiter (Diakon, Pastoral- oder Gemeindereferent), der Pfarrgemeinderatsvorsitzende und die Ansprechpartner in den einzelnen Gemeinden für die Grunddienste Liturgie, Martyrie und Diakonie angehören kommt die Aufgabe zu, den Pfarrer in der Seelsorge zu unterstützen.

Die "Pfarreiengemeinschaft" zielt sehr stark auf die Dienste und die Mithilfe ehrenamtlicher Personen aus den Pfarreien ab und stellt somit eine große Herausforderung an die Laien dar. Damit macht dieses Seelsorge-Modell der Zukunft im Bistum Augsburg wirklich ernst mit dem Prinzip, daß die Gemeinden a1s ganze Träger des kirchlichen Handelns sind. "Die sogenannte kooperative Pastoral betrifft also nicht nur die haupt- und bestimmte ehrenamtlichen Dienste in der Gemeinde, sondern primär möglichst alle Glieder der Gemeinde. Alle sind Kirche; alle sind berufen die Sendung der Kirche in Martyria, Liturgia und Diakonia zu verwirklichen; alle sind für das Leben der Gemeinde verantwortlich." (Leitungsdienst II.2/S. 7)

b.) Um die Berufung zum Priester- oder Ordensberuf stärker zu fördern, strebt die Diözesanstelle Berufe der Kirche des Bistums Augsburg eine engere Vernetzung der Berufungspastoral mit der Gesamtpastoral an. Dabei beschreitet die Diözesanstelle neue Wege der Werbung.

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