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ZELL St. Philipp Dort, wo heute der Ort Zell liegt, baute der angelsächsische Priester Philipp zur Zeit Pippins um 760 eine Klause oder Zelle. Aus ihr entwickelte sich eine von Hornbach abhängige Propstei, die in das St. Philippsstift umgewandelt wurde. Die seit 1343 nachgewiesenen Wallfahrten zum Grab des Einsiedlers erhielten neuen Auftrieb durch die 1407 gegründete Bruderschaft, deren noch erhaltenes Bruderschaftsbuch Namen aus dem ganzen deutschen Raum enthält. Angehörige des hohen Adels, unter ihnen Kaiserin M. Blanca und die Kurfürsten der Pfalz, erflehten hier Eheglück und Kindersegen. Beliebteste Weihegaben waren "güldene und silberne Kindlein". 1551 wurde das Stift zugunsten der Universität Heidelberg aufgehoben. Die Wallfahrt erlosch, wurde aber im 18. Jahrhundert durch die katholischen Kurfürsten der Pfalz neu belebt. 1746 bis 1749 entstand die jetzige katholische Barockkirche. Zum Philippsfest kommen Gläubige aus dem Zellertal und der Nordpfalz hier zusammen. Wallfahrtstage: Sonntag nach dem 3. Mai. Gottesdienste: Sonntags um 10.30 Uhr. Besonderheiten: Komplette Barock-Ausstattung. Öffnungszeiten: Ganztags. Kontaktadresse: Edmund Müller Hauptstr. 5, 67308 Zellertal, Telefon 0 63 55/5 24 oder Katholisches Pfarramt, Hauptstr. 18, 67308 Ottersheim, Telefon 0 63 55/4 13. |
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