Wallfahrtsstätten
 
Bistum Speyer

GRÄFINTHAL

Unserer Lieben Frau

Aus Dankbarkeit für die Erlösung von einem Augenleiden erbaute Gräfin Elisabeth von Blieskastel nach der Überlieferung 1243 in Gräfinthal ein Kloster und übergab es Mönchen aus der Benediktiner-Kongregation der Wilhelmiten. Jahrhundertelang beherbergte die Kirche des Klosters das Gnadenbild "Unsere liebe Frau mit den Pfeilen", das heute in der Wallfahrtskapelle von Blieskastel verehrt wird. Gebetserhörungen und Heilungen zogen bald Wallfahrer aus den Rheinlanden, aus Lothringen und dem Elsaß zu der Gnadenstätte. Mindestens fünfmal wurden Kirche und Kloster total zerstört und durch Mönche und Pilger wieder aufgebaut. Im 18. Jahrhundert war der in Zweibrücken im Exil lebende Polenkönig Stanislaus Leszczynski ein besonderer Förderer von Gräfinthal. Nachdem die Mönche ihren Konvent 1786 nach Blieskastel verlegt hatten, zerfiel das Kloster. 1809 wurde in die Ruinen eine neue Kapelle gebaut. Die Wallfahrt nach Gräfinthal starb nie; private Pilger und einzelne Gruppen kamen immer. Das heutige Gnadenbild ist eine aus dem 15. Jahrhundert stammende Marienstatue, die hier seit etwa 1810 verehrt wird.

1993, im 750. Gründungsjahr des Klosters, berief der Bischof von Speyer wieder Benediktinermönche, die aus den Abteien Vaals (NL) und Clervaux (L) kamen, an die Gnadenstätte. Vier Mönche (Prior: Dom Nicolas de Wolf, Abt em. von Vaals) betreuen die "Stille Wallfahrt" von Gräfinthal. Seit dem 8. Dezember 1999 ist die Gründung Priorat Päpstlichen Rechtes.

Wallfahrtssaison: 24. Mai bis 15. September; tägliche Marienfeier für Gruppen 17 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Gottesdienste: Täglich um 10.30 Uhr Konventamt; tägliches Chorgebet (intern)

Pfortendienst/Telefonzeiten: 11.30 bis 12.30, 14.30 bis 17, 18 bis 19.30 Uhr.

Kontaktadresse: Priorat Gräfinthal, 66399 Mandelbachtal, Telefon 0 68 04/68 36.