... Auswirkungen des Kirchenaustritts

In die Kirche kommt man durch die Taufe,
die einen Menschen zutiefst mit Jesus
Christus verbindet. Diese Verbindung
kann nicht durch einen Kirchenaustritt
aufgelöst werden.

Ein Kirchenaustritt schränkt die Teilnahme
am kirchlichen Leben stark ein. Dies ist
vielen nicht bewußt, da bei der Austritts-
erklärung vor dem Amtsgericht die
kirchlichen Konsequenzen nicht zur Sprache
kommen.

Wer sich offiziell von der Kirche lossagt,
befreit sich nicht nur von bestimmten
kirchlichen Pflichten - also z.B. von der
Pflicht, in Form der Kirchensteuer die
vielfältigen Aufgaben der Kirche mitzutragen.

Zugleich verliert man auch fast alle Rechte
der Kirchengliedschaft: etwa das Recht zum
Empfang von Sakramenten oder das Recht,
Ämter und Dienste in der Kirche zu übernehmen
und auszuüben (z.B. das Patenamt bei Taufe
und Firmung oder liturgische Aufgaben im
Gottesdienst).

Auch die Kinder können davon betroffen sein:
Wenn nämlich beide Eltern aus der Kirche
ausgetreten sind, kann ihr Kind in der Regel
nur dann getauft werden, wenn ein katholischer
Christ (z.B. aus der Verwandtschaft) sich
verpflichtet, das Kind in den Glauben
einzuführen und darin zu begleiten. Schließlich
ist für Ausgetretene auch ein kirchliches
Begräbnis nicht möglich, wenn nicht vor dem
Tod ein Zeichen der Reue gegeben wurde.
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