25. September 1999
Erklärung des Erzbischöflichen
Ordinariats Freiburg zur kirchlichen Schwangerschaftskonfliktberatung
Erzbischof Dr. Oskar Saier hat am 24. September 1999 in einem Interview mit dem Südwestrundfunk erklärt, daß die katholischen Beratungsstellen gemäß § 219 StGB vorerst ihre Arbeit in der gewohnten Weise fortsetzen werden. Der Papst habe eine klare Vorgabe zum Ausstieg aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung gegeben. Darüber werde er aber noch einmal das Gespräch mit dem Heiligen Vater suchen und ihn auf die Situation in seiner Diözese hinweisen. Saier unterstrich, daß bisher gute Erfahrungen bei der Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg im Bereich der Schwangerenkonfliktberatung gemacht wurden.
Der Erzbischof betonte nach einer Sitzung des Erzbischöflichen Ordinariats am heutigen Tag, daß es sein zentrales Anliegen sei, möglichst vielen Frauen in Konfliktsituationen das Ja zu ihrem Kind zu ermöglichen. Darauf werde er noch einmal in Rom hinweisen. Er sei aber durchaus bereit, den Weisungen des Heiligen Vaters zu folgen.
Ein Gespräch mit Papst Johannes Paul II. findet voraussichtlich im November dieses Jahres in Rom anläßlich des ad limina-Besuches der Deutschen Bischöfe statt.