Die Geschichte der
Karl Rahner Akademie



Die KRA ist das katholische Diskussionsforum
im »Kulturquartier am Neumarkt«. Jede und jeder ist hier willkommen – unabhängig von Herkunft, weltanschaulicher Überzeugung und politischer Orientierung.

Die Geschichte der KRA
beginnt mit dem »Haus der Begegnung«, das das »Kölner Männerwerk« mit großer Unterstützung aus Kirche, Politik und Wirtschaft in den Jahren 1953-1956 in der Jabachstraße errichtete. Von hier aus ging in den Folgejahren eine Vielzahl von Aktivitäten aus, die darauf gerichtet waren, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräfte der Stadt im Sinne der katholischen Soziallehre in ein produktives, auf Fortschritt und sozialen Ausgleich zielendes Gespräch zu bringen.

Von Anfang an
war die Arbeit von der »Gesellschaft Jesu« (Jesuiten) geprägt, die bis 2009 den Leiter der Akademie stellte. Inspiriert nicht zuletzt durch das Zweite Vatikanische Konzil, wurde das Programmangebot des Hauses im Lauf der Jahre vor allem um theologisch-philosophische und kulturelle Themen erweitert. Seit 1988 ist die Akademie nach Karl Rahner SJ, dem wohl bedeutendsten katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts, benannt, dessen kritischem, (kirchen-)politisch wachem Katholizismus sie sich verbunden fühlt.

Über viele Jahre
wurde die Arbeit in der Jabachstraße durch das Erzbistum Köln unterstützt. Im Herbst 2004 jedoch entschied die damalige Bistumsleitung, der KRA ab dem 1. Januar 2006 sämtliche finanziellen Zuschüsse zu streichen. Nur dank nachhaltiger Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit konnte sie weiterarbeiten und wurde damit zur einzigen katholischen Akademie in Deutschland, die ausschließlich vom finanziellen und ehrenamtlichen Engagement ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Freunde und Förderer getragen war. Inzwischen hat die Kölner Bistumsleitung ihren Beschluß von 2004 modifiziert. Die Akademie erhält für zunächst fünf Jahre einen Zuschuß in Höhe von etwa 25% des jährlichen Haushalts.

Die Zukunft der Akademie
liegt damit weiterhin vor allem in der Verantwortung jener Menschen, die der Überzeugung sind, daß es sich lohnt, diesen Ort des »etwas anderen Katholizismus« in Köln zu erhalten: standpunktbewußt, aber nicht dogmatistisch, geprägt durch geistige Unabhängigkeit, Lust an der Diskussion und die Überzeugung, daß, wer vom christlichen Glauben redet, von Vernunft und Freiheit nicht schweigen darf.



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