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Das
Fest nimmt Bezug auf eine besondere Erfahrung von Petrus, Jakobus
und Johannes, die Jesus auf einen Berg, den Berg der Verklärung,
mitgenommen hatte. Dort wurde "er vor ihren Augen verwandelt; sein
Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend
weiß wie Schnee." Die Jünger sehen Jesus mit Moses und Elias, den
zwei großen Männern des Alten Testaments, im Gespräch. Sie sind
fasziniert und Petrus sagt spontan: "Herr, es ist gut, daß wir hier
sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für
dich, eine für Moses, eine für Elias. Da hört Petrus aus einer Wolke
eine Stimme: ‚Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden
habe; auf ihn soll ihr hören.' Als die Jünger das hörten, fielen
sie in große Angst und warfen sich mit dem Gesicht auf den Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf und habt
keine Angst. Als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus." (Matthäus
17, 1-8) Die Erscheinung des Göttlichen leuchtet nur kurz auf, so
wie die Weisen aus dem Morgenland den Gesandten Gottes in dem Kind
im Stall erkannten, so werden die Jünger in die Nähe des Geheimnisses
geführt. Da Jesus seinen Weg noch nicht vollendet hatte, erfüllt
sich diese Vision erst an Ostern. Die Jünger können jetzt noch nicht
auf dem Berg bleiben. Die Frömmigkeit der Orthodoxie ist von diesem
Geheimnis tief durchdrungen. Deshalb gibt es dort seit dem 5. Jahrhundert
das Fest der "Verklärung Jesu". Als im Mittelalter die einzelnen
Stationen des Lebensweges Jesu in den Blick genommen wurden, fand
das Fest auch Eingang in die westliche Kirche. 1457 wurde es nach
dem Sieg über die Türken bei Belgrad für die lateinische Kirche
verbindlich.
Bücher
zum Kirchenjahr
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