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Der 8. Dezember korrespondiert
mit dem älteren Fest, dem 8. September, Mariä Geburt. An dem Tag
wurde in Jerusalem eine Kirche der hl. Anna, der Mutter Marias geweiht.
Das Fest der Empfängnis Marias wurde ursprünglich im Osten "Empfängnis
der hl. Anna" genannt. Es wurde seit dem 8. Jahrhundert gefeiert.
Ein Tag der Empfängnis wird nur noch von Jesus gefeiert, am 25.
März, 9 Monate vor Weihnachten. Der 8. Dezember feiert allerdings
nicht ein biologisches Faktum, sondern die "Unbefleckte Empfängnis",
daß Maria von Gott aus dem Zusammenhang der Erbsünde herausgenommen
ist. Dieser Schuldzusammenhang, in den ein Mensch hineingeboren
wird, beginnt mit dem Sündenfall im Paradies. Die Geschichte vom
Biß in den Apfel erläutert, warum wir uns nicht mehr im Paradies
vorfinden, obwohl die Welt schön ist, obwohl die Pflanzen wachsen
und Tiere geboren werden. Die Tourismuswerbung verspricht uns, daß
wir wenigstens im Urlaub in das verlorene Paradies zurückkehren
können. Daß die Menschen nicht mehr im Paradies leben können, hängt
nicht vom einzelnen ab. Er wird in eine erlösungsbedürftige Welt
geboren. Das erklärt der Wortteil "Erb-" in dem Wort Erbsünde. Daß
Maria "ohne Erbsünde" empfangen wurde, nicht "befleckt" war, findet
die Kirche in der Anrede des Engels, als dieser die Kammer der jungen
Frau in Nazareth betritt: Sei gegrüßt, du begnadete, der Herr ist
mit dir." (Lukas 1, 1, 28) Das am häufigsten gesprochenen Mariengebet
beginnt mit dieser Anrede "Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir…" Der Tag ist eines der Hochfeste der katholischen
Kirche und wird mit einem Festgottesdienst begangen.
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