 |
29. Juni
Petrus, ein einfacher
Fischer, Paulus, ein hochgebildeter jüdische Theologe, gründeten
und prägten viele der ersten christlichen Gemeinden. Sie sind beide
in Rom hingerichtet worden. Inschriften in den Katakomben machen
es wahrscheinlich, daß dies zur Zeit des Kaisers Nero (54 - 68)
war. Das Petrusgrab liegt unter der Peterskirche auf dem Vatikanhügel,
Paulus ist in der gleichnamigen Kirche St. Paul vor den Mauern begraben.
Petrus steht für das Papstamt, deshalb ist es für Rom bedeutsam,
daß sich dort sein Grab findet. Paulus ist nach dem Bericht der
Apostelgeschichte als Gefangener, der auf Grund seines römischen
Bürgerrechts an den Kaiser appelliert hatte, in Rom angekommen.
Über seinen Tod findet sich jedoch kein Bericht mehr. Möglicherweise
war Paulus sogar in Spanien. Petrus und Paulus stehen auch für den
konfessionellen Gegensatz zwischen der katholischen Papstkirche
und der von Paulus entwickelten Theologie der Rechtfertigung, an
der sich die lutherischen Kirchen orientieren. Petrus ist Patron
der Fischer, deshalb gibt es in einigen Gegenden Schiffsprozessionen
mit einem Petrusbild.
Bücher
zum Kirchenjahr
© www.kath.de
|
 |