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Ostertermin und
Osterfeststreit
In der zweiten Hälfte
des 2. Jahrhunderts gab es bereits einen Streit um das Datum des
Osterfestes, den sogenannten Osterfeststreit. Strittig war, ob Ostern
an einem Sonntag gefeiert werden soll oder im Zusammenhang mit dem
jüdischen Passahfest. Dieses fällt auf einen jeweils anderen Wochentag,
wie bei uns Weihnachten, weil es am Tag des ersten Frühlingsvollmondes
gefeiert wird. Die Christen hatten bereits den Sonntag eingeführt,
dieser folgte jede Woche auf den jüdischen Sabbat. Das geht auf
die Tagesabfolge im Todesjahr Jesu zurück. In diesem Jahr lag das
Passahfest kurz vor einem Sabbat. Da die Frauen und dann die Jünger
am Tag nach dem Sabbat das leere Grab entdeckten, wird der Sonntag
am jüdischen Montag gefeiert. Die westliche Kirche feierte daher
Ostern an einem Sonntag, die östliche folgte dem jüdischen Brauch.
Da das Christentum immer mehr aus dem Judentum herauswuchs und sich
beide Seiten trennten, kam es beim Konzil von Nicäa zu der Entscheidung,
daß die Christen Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
feiern. Damit Ostern auf keinen Fall mit dem jüdischen Passahfest
zusammenfällt, wurde bestimmt, daß der Ostersonntag dann, wenn es
mit dem jüdischen Passahfest zusammenfällt, am Sonntag nach dem
Frühlingsvollmond gefeiert wird. Der Ostertermin schwankt zwischen
dem 22. März und 25. April.
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