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Im ersten Teil des Osternachtgottesdienstes
steht die Osterkerze im Mittelpunkt. Sie wird an einem Feuer außerhalb
der Kirche entzündet. Sie trägt die Buchstaben Alpha und Omega,
den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabetes, die
auf Christus hinweisen, durch den alles geschaffen ist und der die
Geschichte durch das Weltgericht beenden wird. Neben der Jahreszahl
werden noch fünf mit rotem Wachs überzogene Nägel in die Kerze gesteckt.
Sie symbolisieren die fünf Wunden an den Händen, den Füßen und dem
durch die Lanze durchstoßenen Herz. Der Diakon trägt die Kerze in
die dunkle Kirche mit dem dreimaligen Ruf "Licht Christi". Die Gläubigen
entzünden kleine Kerzen an der Osterkerze. Es folgt ein Gesang,
der die Auferstehung Jesu preist. Er beginnt mit dem Wort "Exsultet":
"Frohlocket ihre Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen
… preiset den Sieger, den erhabenen König." In Griechenland und
anderen orthodoxen Ländern nehmen die Gläubigen von der Osterkerze
das Licht mit nach Hause. Im Westen nehmen die Menschen das im Gottesdienst
geweihte Wasser mit nach Hause. Die Osterkerze bleibt während der
Osterzeit in der Kirche an einem für alle sichtbaren Platz stehen.
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