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Der Gottesleugner
In der Fastnacht
werden verschiedene Gestalten lebendig. Der Narr ist derjenige,
der auf das Vergängliche hereinfällt und Gott aus dem Auge verloren
hat. Der größte Narr ist im Selbstverständnis des Christentums der,
der Gott leugnet. Der Herrschaftsbereich des Teufels ist durch Streit,
unnützes Lärmen und Eigennutz geprägt. Die Masken, die im Karneval
getragen werden, sind ernster gemeint als wir sie empfinden. Sie
stellen die 7 Laster dar. Für die Hoffart steht der Pfau oder das
Pferd, der Neid wird durch den Drachen, der Zorn durch den Löwen,
der Geiz durch den Fuchs, die Unkeuschheit durch Bock und Hahn,
die Unmäßigkeit durch den Bär oder das Schwein und die Acedia, die
Trägheit des Herzens, durch den Esel dargestellt. Der Ursprung des
Wortes "Maske" deutet in die gleiche Richtung. Das Wort heiß im
Arabischen "Verspottung" und "Scherz". Masken als Grimassen zeigen,
daß das Verspotten im Karneval seinen Sinn hat. In der Neuzeit haben
die Kostüme, mit denen man sich in einen Chinesen, einen Indianer,
einen Neger verkleidet, diesen Gedanken weitergeführt - sie stellen
Feinde des Christentums dar. Ein geflecktes Kostüm weist auf die
"Befleckung" durch die Sünde hin. Ein in zwei Farben geteiltes Kostüm
bezeichnet die Verkehrtheit des Narren.
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