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24. Juni
Mitten im Sommer markiert
der Johannistag die Sommersonnenwende. Der Tag liegt 6 Monate vor
Weihnachten. Der 24. Juni sowie der 25. Dezember sind jeweils der
8. Tag vor dem folgenden Monatsersten. In dieser Zuordnung der Kalendertage
findet sich das Verhältnis von Jesus und Johannes wieder, wie es
in der Bibel beschrieben wird. Johannes wurde 6 Monate vor Jesus
geboren (Lukas 1,26). Er sagt von sich, daß er abnehmen, Jesus aber
zunehmen muß. Dieses Wort, das im Johannesevangelium (3, 30) berichtet
wird, bezog man auf die Sonne, da Jesus in der frühen Kirche im
Symbol der Sonne gesehen wurde. Daher sind die meisten Kirchen nach
Osten, zur aufgehenden Sonne ausgerichtet. Die Sonnenwendfeuer werden
auch auf Jesus hingedeutet, sie sollen der auf dem Höhepunkt stehenden
Sonne Beistand leisten. Die Sonne wird in den brennenden Rädern
dargestellt, die ins Tal rollen. Kommen sie unten an, verheißt das
eine gute Ernte. Wenn man durch das Feuer springt und um es tanzt,
hat das eine heilkräftige Wirkung. In das Feuer werden Kräuter geworfen,
um so die Abwehrkraft des Feuers zu erhöhen. Im Feuer wird das Alte
verbrannt. Die Asche bzw. Kohle aus dem Johannisfeuer bewahren noch
lange ihre heilbringende Kraft, sie werden in die Felder gelegt.
Da die Feuer von den jungen Leuten veranstaltet werden, haben sie
auch mit Liebe zu tun. Wer nicht zum Johannisfeuer kommt, wird niemals
heiraten. Der Johannistag bringt Segen über Äcker und Vieh, das
Feuer und die Kräuter unterstützen die Segenswirkung. An die Häuser
werden Kräuter und Blumenkränze gehängt. Wenn die Kräuterbüsche
über das Haus geworfen werden, soll das vor Unwetter schützen.
Taufkirchen
Die Bedeutung der Taufe hat dazu geführt, daß die meisten Kirchen,
die Johannes als Patron haben, nicht dem Apostel, sondern dem Vorläufer
Jesu gewidmet sind, auch wenn die Christen eine andere Waschung
als die Bußtaufe des Johannes für den Aufnahmeritus in die Kirche
übernommen haben. Sie haben sich nämlich nicht an der Bußtaufe des
Johannes, sondern an der Aufnahme von Nichtjuden in die jüdische
Glaubensgemeinschaft orientiert. .
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