 |
40 Tage nach
Ostern, 9 Tage vor Pfingsten
Christi Himmelfahrt
wird 40 Tage nach Ostern gefeiert, weil die Apostelgeschichte berichtet:
"Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß
er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom
Reich Gottes gesprochen" (1,3). Die Zahl 40 galt als heilig. Himmelfahrt
heißt, daß Jesus den Jüngern nicht mehr begegnet, weil er zu Gott,
seinem Vater zurückgekehrt und zum Herrscher und endgültigen Richter
der Welt eingesetzt ist. "So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze
dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel
unter die Füße. Vom Sion strecke der Herr das Zepter deiner Macht
aus. Herrsche inmitten deiner Feinde." (Ps 110,1; Apg 2,34)
Während vierzig Tagen gab sich Jesus seinen Jüngern zu erkennen.
Wie Lukas kennt auch das Matthäusevangelium einen Abschluß der Begegnungen
Jesu mit den Jüngern (28,16-20). Jesus begegnet den Jüngern auf
einem Berg in Galiläa. Sie fallen vor ihm nieder (vgl. Lk 24,52).
Die Begegnung und damit auch das Matthäusevangelium schließen mit
dem Missionsauftrag. "Darum geht zu allen Völkern und macht alle
Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen,
was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage
bis zum Ende der Welt."
Wie bei Matthäus steht auch bei Lukas der Missionsauftrag im Mittelpunkt
der Berichte. "Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,
der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein
in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen
der Erde." (Apg 1,8)
Daß die Welt sich in einem Menschen vollendet, können auch wir heute
verstehen, denn die Evolution läuft, wohl nicht aus Zufall, auf
den Menschen hin. Der Mensch ist mit so großen geistigen Fähigkeiten
ausgestattet, daß er das Ganze der Welt und auch ihr Ende in den
Blick nehmen kann. Daß sich die Christen dem Kyrios Jesus lieber
unterwarfen als dem Kaiser, gilt sicher auch heute noch für viele.
Daß dieser Kyrios sich am Ende als der Herr des Kosmos und der Geschichte
erweisen wird, fordert den Glauben, denn die Geschichte wird von
anderen Kräften bestimmt.
Am Himmelfahrtstag wurde früher die Osterkerze nach dem Evangelium
ausgelöscht. In manchen Kirchen wurde eine Christusfigur nach oben
gezogen.
Der Vatertag leitet sich von alten
Flurumgängen her, aber auch aus dem Bericht der Apostelgeschichte,
daß die Jünger zum Ölberg hinausgegangen waren, um sich von Jesus
zu verabschieden.
© www.kath.de
|
 |