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Lukas
verfolgt den Stammbaum zurück und endet bei Adam (Kap 3,38) und
damit an dem wirklichen Beginn der Geschichte, denn erst der Sündenfall
macht die Erlösung notwendig. Paulus sieht in Jesus den neuen Adam.
In Römer 5,14 schreibt er: "Adam aber ist die Gestalt, die auf den
Kommenden hinweist, auf das Gegenbild der Sünde, Jesus, der alle
dem Tod entreißt." Maria ist die neue Eva. Direkt nach dem Sündenfall
wird auf eine Frau und ihr Kind hingewiesen, eine weitreichende
Aussage, die sich mit der Geburt Jesu erfüllt hat. Gott kündigt
der Schlange an: "Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau,
zwischen deinen Nachwuchs und ihrem Nachwuchs. Er trifft dich am
Kopf und du triffst ihn an der Ferse." (Genesis 3, 14f) Die Erlösung
ist nur verständlich zu machen, wenn auch von dem Sündenfall gesprochen
wird, der überhaupt erst die Erlösung notwendig machte. In den Krippenspielen
wurde daher auch die Paradiesesszene dargestellt und der Paradiesesbaum
spielte eine Rolle, der im Weihnachtsbaum
fortlebt.
In
der Weihnachtsnacht geschieht Außergewöhnliches. Tiere können reden,
Bäume blühen und tragen Früchte, die Glocken versunkener Kirchen
läuten. Die Nächte zwischen Weihnachten und dem 1. bzw. 6. Januar
haben auch etwas Dunkles. Die Toten ziehen umher (Wilde Jagd), Ahnen
und Gottheiten kehren bei den Menschen ein, Geister zeigen sich.
Deshalb müssen Häuser und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert werden.
Von daher kommt der Name "Rauhnächte". Frauen und Kinder müssen
nach Einbruch der Dunkelheit im Haus bleiben, die Wohnräume, die
Spinnstube, Küche und Werkstatt mußten aufgeräumt sein, die Wäsche
mußte von der Leine abgenommen sein, um sich nicht den Groll der
Dämonen zuzuziehen. Das Brauchtum hat sich im Alpenraum erhalten.
In Vorkommnissen der Weihnachtszeit wird orakelhaft das kommende
Jahr abgelesen, ob einer stirbt, ob es eine gute Ernte gibt, welchen
Bräutigam das Mädchen findet.
Bücher
zum Kirchenjahr
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